24.05.2019
FREIE WÄHLER eröffnen Wahlkampf 2020

Rund zehn Monate vor der Kommunalwahl 2020 liegt wieder Spannung in der Luft: Diese Erfahrung machten die Mitglieder der Ortsverbände der Freien Wähler im Landkreis Eichstätt, als sie vergangenen Dienstag zu einer Gesprächsrunde in Stammham zusammenkamen. Man tauschte sich gegenseitig aus, gab bereits den ein oder anderen Bürgermeisterkandidaten bekannt und verständigte sich auf mindestens zwei Kreistagskandidaten pro Ortsverband.

Kreisvorsitzender Anton Haunsberger erläuterte sogleich die Marschrichtung: Ziel sei es, die Anzahl der bisher 12 FW-Sitze zu vergrößern und diesmal mithilfe anderer Parteien Mehrheiten der CSU zu verhindern. Auch ein FW-Landratskandidat solle demnächst nominiert werden.

Bedeutende Themen für 2020 seien die Jugend, der öffentliche Nahverkehr, die kommunalen Kliniken, die Entwicklung des ländlichen Raums sowie der soziale Wohnungbau und das Leben im Alter. So veranstaltet der Ortsverband Gaimersheim mit seinem Vorsitzenden Christian Ponzer beispielsweise bereits am 21. Juni im Backhaus Gaimersheim einen Informationsabend zum Thema "Wohnen im Alter".

Sorgenvoll berichtete Haunsberger davon, dass es heuer erstmalig Defizite bei den Betriebskosten der Kliniken gebe –  sicherlich ein recht heißes Eisen, dessen man sich annehmen müsse. Die Sanierung der Eichstätter Klinik bezeichnete er dabei als „wenig vorteilhafte Entscheidung“. Ihm sowie Eichstätts Oberbürgermeister Andreas Steppberger sei von Anfang an klar gewesen, dass die Klinik raus aus Eichstätt, am besten zusammen mit der Altenpflegeschule auf die grüne Wiese gehört hätte, doch bedauerlicherweise habe es diesbezüglich im Stadtrat keine Mehrheiten gegeben.  Die Sanierung sei von Landkreisseite günstiger gerechnet worden und die versprochenen Zuschüsse stünden bis dato noch aus, so dass man nun mit zig Millionen in Vorleistung gehen müsse,  stellte der FW-Kreisvorsitzende verärgert fest – von den 10 Millionen Mehrkosten nach der Fertigstellung des zweiten von drei Bauabschnitten ganz zu schweigen. Nachdem nun die Ingolstädter Dienststellen nach Lenting geholt wurden, was Haunsberger zweifelsohne begrüßte, stehe nun die Stärkung der Kreisstadt und ihres Umfeldes ganz oben auf der Agenda. „Wir haben mit unserer Landschaft im Naturpark Altmühltal ein Pfund, mit dem wir wuchern müssen“, betonte er. Der lückenlose Ausbau des Radwegenetzes bis nach Ingolstadt sei dabei vornehmlich voranzutreiben, nicht nur der Pendler wegen, sondern auch für die Erholungssuchenden aus dem Ballungsraum Ingolstadt. Man darf also gespannt sein, was die kommenden Monate einschließlich des Wahltages am 15. März 2020 bringen.