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Walter Schwimmer wird 3. Bürgermeister

CSU ist alle Bürgermeisterposten los

Gaimersheim (EK) Nach 24 Jahren an der Spitze der Marktgemeinde Gaimersheim hat die CSU nun alle führenden Posten verloren: Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates eroberte die SPD den Sessel des zweiten Bürgermeisters. Und auch die Freien Wähler konnten bei der Wahl punkten.

Das Interesse an der Marktratssitzung am Mittwochabend war so groß, dass zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten. Das Duell um den Posten des Stellvertreters von Bürgermeisterin Andrea Mickel (SPD) lockte mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger allen Alters in den Sitzungssaal des Rathauses. Vor dieser beachtlichen Kulisse – im Ingolstädter Stadtrat waren eine Woche zuvor zur ersten Sitzung deutlich weniger Besucher gekommen – vereidigte Gemeinderat Josef Brandl (CSU) zunächst die neue Rathauschefin und legte der 41-Jährigen die Amtskette um.

Nach dieser feierlichen Zeremonie nahm Andrea Mickel den sechs frisch gekürten Gemeinderäten ihren Amtseid ab. Routiniert hakte die Sozialdemokratin die neue Geschäftsordnung ab, die einstimmig angenommen wurde. Mickel räumte allerdings ein, dass noch nicht alle Titel in den amtlichen Dokumenten mit "feministischen Bezeichnungen" versehen worden seien.

Deutlich spannender war anschließend die Wahl des zweiten Bürgermeister, die bereits im Vorfeld für Spekulationen gesorgt hatte. Überraschend nominierte die SPD ihren Gemeinderat Günther Bernhardt. Mindestens genauso überraschend war daraufhin die Rede von CSU-Fraktionsvorsitzenden Anton Meyer, der sein Angebot einer Partnerschaft an die Sozialdemokraten wiederholte. Große Aufgaben wie die Sanierung des Freibads, die Renaturierung des Retzbachs, der Bau der Bahnunterführung an der Ingolstädter Straße oder das neue Gymnasium benötigten eine klare Mehrheit im Gemeinderat, meinte Meyer. Statt jedoch einen eigenen Kandidaten – und zwar wie angekündigt sich selbst – ins Rennen um den Stellvertreter der Bürgermeisterin zu schicken, kündigte Meyer die Unterstützung von Günther Bernhardt an. Entsprechend klar setzte sich der seit 36 Jahren amtierende Gemeinderat bei der Wahl durch.

Der CSU-Wunsch nach dem Amt des dritten Bürgermeisters blieb trotzdem unerfüllt: Obwohl sich Fraktionsvize Alexander Heimisch für den Kandidaten Anton Meyer stark machte und eindringlich an die anderen Parteien appellierte, schickte die FW ihren Vorsitzenden Walter Schwimmer ins Rennen. Mit 13 zu zwölf Stimmen setzte sich der Ex-Bürgermeisterkandidat denkbar knapp durch. Erster Gratulant war als Verlierer Anton Meyer, der gestern in bester demokratischer Haltung dem DONAUKURIER sagte "Wir werden in Zukunft in Gaimersheim eine Koalition der Vernunft haben."

Von Michael Stadik