Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

FREIE WÄHLER im Landkreis Eichstätt

Anton Haunsberger
Kreisvorsitzender

Herzog-Ludwig-Straße 5
85110 Kipfenberg

Email: info@fw-landkreis-eichstaett.de


FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag

Eva Gottstein
Mitglied des Bayerischen Landtags

Pfahlstraße 14
85072 Eichstätt

Email: buero@eva-gottstein.de


Seiteninhalt

30. November 2007 FW Denkendorf

Bienek tritt nicht mehr als Bürgermeister an

Wird sich ab März aus dem öffentlichen Leben zurückziehen: Josef Bienek. - Foto: fcl

Denkendorf (EK) Das wohl am besten gehütete Geheimnis in der Gemeinde Denkendorf ist nun gelüftet: Josef Bienek (FW, 60), amtierender Bürgermeister, wird sich nicht ein drittes Mal um das Amt des ersten Bürgermeisters bewerben.

Er erklärte in der Gemeinderatssitzung, er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn einige Projekte wie die Dorfentwicklungen in Denkendorf und Dörndorf sowie die Geschichte mit EDEKA seien noch nicht abgeschlossen. Seine Entscheidung sei eine rein Persönliche.

Kontrovers diskutierten die Gemeinderatsmitglieder den Antrag des FC Gelbelsee auf Kostenermittlung eines Kanalanschlusses des Sportgeländes und Übernahme der hierfür anfallenden Kosten. Vereinsvorsitzender und Gemeinderat Jakob Schneider (SPD) erklärte, Wasser und Strom seien am Sportgelände vorhanden, jedoch fehle es an sanitären Anlagen. Der Sportplatz liege weit außerhalb des Ortes, das Sportheim relativ weit davon entfernt. Das sei schwierig, denn beim Training oder bei Punktspielen gebe es keine Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen. Es fehle ein Kanalanschluss. Und wenn der Kanal dann hier sei, so Schneider weiter, "haben wir in weiter Zukunft vielleicht die Möglichkeit, da draußen etwas Vernünftiges zu machen." Genauer gesagt: ein Sportheim. Alleine könne der Verein die Maßnahme Kanalbau nicht schultern. Es gebe wohl vom BLSV einen Zuschuss. Nun liegt ein Kostenvoranschlag vor. 2374 Euro würde das Angebot mit Vermessung und Machbarkeitsstudie Bürgermeister Josef Bienek zufolge kosten. Diskutiert wurden ebenfalls andere Möglichkeiten der Entsorgung, ohne 900 Meter Kanal zu bauen. Zum Beispiel über eine Fachfirma aus einem angrenzenden Landkreis oder über ein "wasserloses System". Mehrere Lösungsmöglichkeiten wurden Josef Mosandl (CSU) zufolge vom Sportverein durchgedacht, etwa die eines zweiten, näher am Sportheim gelegenen Sportgeländes. Der geschäftsführende Beamte Herbert Niefnecker erklärte, satzungsmäßig habe ein Einleiter aus dem Außenbereich keinen Anspruch auf Bau eines Kanals. Er könne sich nicht vorstellen, dass in diesem Bereich Fördermittel fließen könnten. Isolde Hantl (SPD) wehrte sich vehement gegen ein Ansinnen, am Sportgelände ein zweites Sportheim schultern zu wollen. Bei der Einwohnerzahl in Gelbelsee müsse das eine Sportheim reichen. Hermann Vogl (FW) plädierte bei allem für die Anwendung der Zuschussrichtlinien, die für Vereine normalerweise herangezogen würden - nämlich zehn Prozent. Es sei weder für den Verein, noch für die Gemeinde einfach, so Josef Bienek. Er möchte sich von der Fachfirma beraten lassen, eventuell die Entsorgung bei einem ähnlich gearteten Verein ansehen.

Im nichtöffentlichen Sitzungsteil legte sich das Gremium auf Anwendung der festgelegten Zuschussrichtlinien in Höhe von zehn Prozent fest. Die Schützensektion Denkendorf feiert am 3. Mai 2008 ihr 50-jähriges Gründungsfest. Deren Vorsitzender, Xaver Jakob (FW), stellte im Auftrag der Sektion einen Zuschussantrag dafür. Vier Denkendorfer Schützenvereine, zwei aus dem Markt Kipfenberg und ein Verein aus der Stadt Beilngries gehören der Sektion an. Josef Bienek erklärte, er wolle sich erst mit seinen Bürgermeisterkollegen abstimmen.

"Komasaufen"

Unmut gab es bei einem Teil des Gremiums beim nächsten Tagesordnungspunkt. "Das wäre eine Aufgabe für einen hauptamtlichen Sozialarbeiter. Wir als Gemeinden dürfen uns in diesem Bereich jedoch nicht aus der Verantwortung stehlen", so Bienek: Komasaufen und im Resultat mit dem Krankenwagen abtransportierte Jugendliche seien auf dem "flachen Land" sehr wohl Thema, so Georg Schießl (SPD). Ansprechpartnerin für den Bereich Jugendschutz wird laut einstimmigen Ratsbeschluss Regina Reitzer sein. Zum Faschingsumzug, in dem Alkoholexzesse bei Jugendlichen von Jahr zu Jahr stiegen, erklärte Bienek, "im Interesse der Sache müssen wir im Vorfeld Verantwortung übernehmen."

Von Claudia Forster