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20. März 2007 FW Ingolstadt

Sepp Mißlbeck wird OB-Kandidat in Ingolstadt

Kandidatenfrage geklärt: Sepp Mißlbeck (rechts) soll Ingolstädter OB-Kandidat der Freien Wähler werden. Den Fraktionsvorsitz übernimmt ab sofort Wolfgang Scheuer (links). Vorsitzender Peter Gietl gratulierte. Foto Stückle

Freie Wähler treffen Entscheidung bei Klausurtagung / Sohn Michael nicht auf CSU-Liste

Ingolstadt (DK) Die Entscheidung ist gefallen: Die Freien Wähler wollen mit dem 62-jährigen Unternehmer und bisherigen Fraktionsvorsitzenden Sepp Mißlbeck als OB-Kandidat in den Kommunalwahlkampf ziehen. Den Fraktionsvorsitz übernimmt Wolfgang Scheuer.

Mißlbeck war bereits bei der Kommunalwahl 2002 für die FW ins Rennen um den Oberbürgermeistersessel in Ingolstadt gegangen und hatte mit knapp 15 Prozent ein beachtliches Ergebnis erzielt. Er gehört seit 1990 dem Stadtrat an. "Wir brauchen eine Galionsfigur, die in Ingolstadt bekannt ist", sagte Vorsitzender Peter Gietl. Die Personalentscheidung fiel am Wochenende bei einer Klausurtagung der Freien Wähler in Enkering. "Ohne Hauen und Stechen", wie Gietl betonte. Offiziell nominiert werden muss Mißlbeck bei einer Mitgliederversammlung.

"Gute Entscheidungen müssen gut vorbereitet werden", betonte Gietl. Man habe sich deshalb "trotz des Drucks der Medien" bewusst Zeit gelassen. Nachdem die zunächst als mögliche Bewerber gehandelten Peter Gietl, Markus Reichhart und Veronika Peters abgesagt hatten und auch Mißlbeck eine Kandidatur ursprünglich ausgeschlossen hatte, war zuletzt der 51-jährige Stadtrat Wolfgang Scheuer als Kandidat im Gespräch. Gietl: "Wir hatten mehrere absolut geeignete Kandidaten."

Die Bewerbung Mißlbecks hat auch Auswirkungen auf das politische Engagement seines Sohnes Michael. Dessen Entscheidung, auf eine Kandidatur auf der CSU-Stadtratsliste in Ingolstadt zu verzichten, wollte Mißlbeck sen. gestern zwar nicht vorgreifen, er könne es sich jedoch "nicht vorstellen", meinte er vorsichtig auf eine entsprechende Nachfrage. "Diese Frage stellt sich nicht mehr", meinte Michael Mißlbeck gestern Abend im DK-Gespräch. "Gegen meinen Vater trete ich nicht an."

Um sich stärker auf den OB-Wahlkampf konzentrieren zu können, gab Mißlbeck den Fraktionsvorsitz an Wolfgang Scheuer ab. Dieser sieht seine Funktion als "Bindeglied zwischen Fraktion und Verein".

Die Freien Wähler wollen, wie es Mißlbeck ausdrückte, "mit berechtigtem Optimismus" in den Wahlkampf gehen. "Wir haben eine große Chance, uns der über Jahrzehnte herrschenden absoluten Mehrheit der CSU entgegen zu stellen", meinte der designierte OB-Kandidat.

Neben der Kandidatenfrage steckten die Freien Wähler bei ihrer Klausurtagung auch die anstehenden politischen Schwerpunkte – Stadtentwicklung und Verkehrsplanung – ab. Die Entwicklung des Stadtbildes habe "nicht den Weg genommen, den wir uns vorstellen", meinte Gietl. Das Areal um Rathausplatz und Sparkasse sei "eine Steinwüste", beim Herzogskasten habe man "eine einmalige Chance verpasst". Einmischen wollen sich die Freien Wähler bei anstehenden Bauprojekten wie Rieter-Gelände und Münsterumfeld. So werde die Fraktion schon bald einen Antrag stellen, dass die städtische Tochtergesellschaft IFG einen Teil des Gießereigeländes erwerben soll, erklärte Mißlbeck am Rande der Pressekonferenz. Die Westparkerweiterung und der Bau einer Großmarkthalle würden "massive Verkehrsprobleme" nach sich ziehen.

Die ausufernde Umschichtung in den so genannten Bürgerkonzern verhindere die notwendige Transparenz und verschleiere den Blick auf die sozialen Aspekte der Stadt. Soziales und Wirtschaftliches müsste in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.