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06. November 2007 FW Nassenfels

Bürgermeister bleibt ehrenamtlich

Nassenfels (EK) Der Markt Nassenfels wird auch in den kommenden Jahren einen ehrenamtlich tätigen Bürgermeister haben. Das hat der Gemeinderat mit sieben zu fünf Stimmen beschlossen. Die Freien Wähler hatten beantragt, das Gemeindeoberhaupt solle ab 2008 berufsmäßig die Gemeinde leiten.

Edmund Graf (FW) erläuterte den Antrag und informierte über die Beweggründe, die seiner Aussage nach keinesfalls gegen bestimmte Personen gerichtet sind. Der derzeitige Bürgermeister Andreas Husterer ist ehrenamtlich als Gemeindechef tätig und hauptberuflich Lehrer. Man verspreche sich von einem hauptamtlichen Bürgermeister, dass dieser deutlich mehr Zeit als ein Ehrenamtlicher in seine Aufgabe stecken könnte und die Amtsausübung nicht mit anderweitigen beruflichen Verpflichtungen kollidieren würden. Vielleicht blieben dann auch mehr Zeit für bauaufsichtliche Tätigkeiten, Fortbildungen, Bürgeraufklärungen oder Fundraising bei Zuschussangelegenheiten, meinte Graf. Ein berufsmäßiger Bürgermeister stünde der Verwaltung jederzeit, vor allem auch tagsüber, zur Verfügung und wäre auch für so manchen Bürger besser erreichbar. Nassenfels würde dann zwar zu den kleinsten Kommunen mit einem hauptberuflichen Gemeindeoberhaupt zählen, aber aus Sicht der Freien Wähler spreche die Mehrzahl der Argumente für eine solche Entscheidung.

Der Geschäftsführer der Verwaltung, Alfred Bock, erläuterte daraufhin die beiden Alternativen und ging hierbei vor allem auch auf finanzielle Aspekte ein. Ein hauptamtlicher Bürgermeister wäre in der Größenordnung des Marktes Nassenfels mit Sicherheit in einer Gehaltstufe A12 einzuordnen. Wenn die Gemeinde die 2000-Einwohner-Grenze überschreite (derzeit liegt man nur knapp 20 Personen darunter), stünden auch Gehaltsgruppen von A13 beziehungsweise A14 im Raum. In Rechenexempeln für einen 45-jährigen, verheirateten Mann mit einem Kind bezifferte er die jährlichen Kosten eines berufsmäßigen Bürgermeisters auf rund 65 500 Euro (A12) beziehungsweise 72 300 Euro (A13). Die Entschädigungen eines ehrenamtlichen Gemeindeoberhauptes dagegen fallen mit etwa 41 400 Euro jährlich mindestens 24 100 Euro niedriger aus, was in den vergangenen zwölf Amtsjahren natürlich eine beträchtliche Ersparnis für den Markt bedeutet habe, erläuterte Bock.

Diesem finanziellen Einspareffekt bei der Ehrenamtsvariante stand bei der Abstimmung der zeitliche Aspekt, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister mehr Zeit für sein Amt, für die Bürger und für die Weiterentwicklung des Ortes mit sich bringen würde, gegenüber. Bei fünf befürwortenden Stimmen der FW, jedoch sieben Stimmen der CSU-Markträte wurde dann schließlich dieser Antrag abgelehnt, so dass die Nassenfelser Bürger am 2. März 2008 wieder einen ehrenamtlichen Bürgermeister wählen werden.

Von Thomas Hollinger