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25./26. November 2006

Über Fahrplan überaus unglücklich und verärgert

Längere Fahrzeiten und teuerer / Gemeinden werden abgekoppelt / Nachbesserungen sind dringend notwendig

Zum neuen Fahrplan der Bahn:

Als Bahnpendler aus dem Raum Eichstätt mit dem Ziel München Hauptbahnhof sind wir überaus unglücklich und verärgert über die massiven Verschlechterungen, die der neue Eisenbahnfahrplan ab 10. Dezember 2006 bringen wird. Über sieben Jahre haben wir unter den Bauarbeiten zwischen Ingolstadt und München gelitten, saßen in verspäteten, stecken gebliebenen, umgeleiteten Zügen, oft nur mangelhaft informiert. Um Fahrzeitreserven zu haben, bekamen die Züge an den Stationen lange Wartezeiten.

Die Gesamtfahrzeit zwischen Eichstätt und München verlängerte sich dramatisch (von etwa 1,15 Stunden auf im Schnitt 1,40 Stunden). Wir waren von DB und Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG) vertröstet worden: Wenn dermaleinst der ICE fährt, wenn die Bauarbeiten zu Ende sind, ja dann wird alles besser.

Nun ist der neue Fahrplan da und die Bauarbeiten sollen (angeblich) zu Ende sein. Mit Erschütterung mussten wir feststellen, dass sich die Fahrzeiten nicht nur nicht verkürzt, sondern noch weiter verlängert haben (um weitere 15 bis 20 Minuten) und dass alles nur noch schlimmer wurde.

1. Wer als Pendler am (Werktag-)Nachmittag mit dem ICE von München Hbf nach Ingolstadt Hbf fährt, erlebt eine böse Überraschung: Der Nahverkehrszug von Ingolstadt Hbf nach Eichstätt-Bahnhof fährt meist drei Minuten ab, bevor der ICE nach Ingolstadt eingefahren ist. "Gleisbelegung" lautet das Argument, anders gesagt: "In Ingolstadt Hbf sind einfach zu wenige Gleise für alle Züge." Und da die Anschlusszüge nach Ulm, Regensburg, Augsburg natürlich wichtiger sind als unser Zug, warten sie den ICE ab und fahren erst dann. Die Eichstätter aber gucken in die Röhre. Wenn uns aber nicht alles täuscht, will die größte Zahl von Umsteigern in Richtung Eichstätt / Treuchtlingen fahren.

Auch das Argument mit der Gleisbelegung kann nicht zutreffen, denn um 16.55 Uhr kommt ein ICE in Ingolstadt Hbf an, der Anschluss-Personenzug Richtung Eichstätt fährt in diesem Fall aber erst danach ab, genauer: um 16.56 Uhr. Für wenigstens zwei Minuten müssen ICE und Personenzug also jeweils ein Gleis belegen. Diese Anti-Anschlüsse in Ingolstadt Hbf müssten sich noch im Sinne der Fahrgäste beheben lassen.

2. Einzige Verbindung zwischen Eichstätt und München, bei welcher man weniger als anderthalb Stunden unterwegs ist, ist der Zug 7.12 Uhr ab Eichstätt Stadt. Mit Umsteigen in den ICE in Ingolstadt Hbf hat man ganze acht Minuten Zeitersparnis gegenüber den jetzigen Eilzügen, muss aber acht Euro ICE-Einzelzuschlag zahlen. Ist man mit einem Jahresabonnement unterwegs (wie viele Pendler), dann kostet der ICE über 30 Euro im Monat zusätzlich.

3. Zwischen München Hbf (etwa ab 15.26 Uhr) und Eichstätt Bf (an 16.55 Uhr) sitzt man fast anderthalb Stunden in den engen und bei uns Fahrgästen äußerst unbeliebten Doppelstockwagen. Es stellt sich die Frage, ob – wie es immer wieder heißt – die Bauarbeiten eben doch noch lange weitergehen werden und man sich so Fahrzeitreserven verschaffen will.

Die einzige Verbindung zwischen München und Eichstätt Bf sind nur Züge des Nahverkehrs, die in jeder Station halten (Dachau Bf, Paindorf etc.). Früher waren das sieben, jetzt sind das 14 Unterwegshalte. Die Fahrzeit zwischen München Hbf und Treuchtlingen verlängert sich um 15 bis 20 Minuten gegenüber dem jetzt noch gültigen Fahrplan. Sieht so die versprochene Verbesserung aus?

4. Schülerzug Pappenheim, Solnhofen, Dollnstein: Der Schülerzug 7.14 Uhr ab Dollnstein wird ersatzlos gestrichen. Hierfür hat nun niemand mehr Verständnis. Oder sollen diese etwa 50 Schüler künftig mit ohnehin überfüllten Omnibussen in ihre verschiedenen Schulen (Eichstätt Stadt, Ingolstadt ...) fahren? Wie wird der künftige Transport diese Schüler aussehen? Denn die vorhandenen Omnibusse sind bereits jetzt, ohne sie, heillos überfüllt!

5. Züge mit Umsteigemöglichkeit in Ingolstadt fahren nur noch zwischen Eichstätt Bahnhof und Ingolstadt. Warum fahren diese nicht zumindest bis Treuchtlingen? Dollnstein (Solnhofen, Pappenheim) werden abgehängt. Unsere Bitte an die Politik: Bitte kämpfen Sie schnell und heftig für eine Verbesserung des neuen Fahrplans! Auch wenn das Kursbuch schon gedruckt ist und die Fahrpläne bereits im Internet stehen, müssten zusätzliche Züge (Schülerzug Raum Dollnstein!) und das Herstellen von Anschlüssen (Ingolstadt Hbf, ICE an Nahverkehrszug Eichstätt!) noch möglich sein – schon als Service am Kunden. Mehrere Leidensgenossen in Sachen Bahnverbindung planen, der Bahn den Rücken zu kehren und in Fahrgemeinschaften nach München zu fahren oder sogar in den Raum München umzuziehen. Das kann natürlich nicht im Sinne der Umwelt und der Kostenersparnis sein und wird eher die Stilllegung der Strecke nach sich ziehen, wegen verringerten Fahrgastaufkommens.

Verfasser: Bettina Eisenschenk, Konstein, Thomas Muhr, Alfons Stadler und Paul Pikos, Eichstätt, Carola Renn und Ulrike Weigl, Dollnstein, Karin Zecherle, 85137 Pfünz, Dr. Rhaban Lammeyer -Pro Bahn Eichstätt-, Wasserzell