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22. November 2006

"Dollnstein wird abgekoppelt"

Intensive Diskussionen bei den Freien Wählern: Zunächst stellte Bürgermeister Peter Doliwa (links) seine Gemeinde Buxheim vor. Werner Winter (zweiter von links) hielt das Hauptreferat.

Freie Wähler diskutierten über Probleme des Ländlichen Raums

Buxheim (baj) Vielfältig sind die Probleme, mit denen der Ländliche Raum zu kämpfen hat. Doch Patentrezepte sind nicht in Sicht. Das wurde auch wieder bei einer Versammlung der Freien Wähler am Montagabend in Buxheim deutlich.

Rund 40 Anwesende, darunter mehrere Bürgermeister, Kreisvorsitzender Anton Haunsberger und Bezirksvorsitzende Eva Gottstein, diskutierten über die Herausforderungen, denen der Ländliche Raum gegenübersteht. Hauptreferent war Werner Winter, Sprecher des Landesarbeitskreises Kommunalpolitik der Freien Wähler Bayern. Zusammen mit Bürgermeister Willibald Schneider aus Pollenfeld und den Anwesenden sprach er eine ganze Reihe von Problemen an, denen sich der Ländliche Raum gegenüber sieht.

Für die Freien Wähler Dollnstein stellt der neue Fahrplan der Bahn die drängendste Herausforderung dar. "Auf der Strecke Treuchtlingen – Eichstätt werden wir abgekoppelt", sagte Werner Schneider und verwies auf die Streichung des 7.15-Uhr-Zuges. Gerade diese Verbindung sei sehr stark von Schüler frequentiert. Sie müssten nun den Zug um 6.45 Uhr nehmen und stünden dann in Eichstätt herum oder sie wichen auf den Bus aus, der schon jetzt hoffnungslos überfüllt sei. "Da muss der gesamte Landkreis etwas tun. Das ist sonst der Tod dieser Ecke", forderte Schneider, den seine Kollegen Karl Maderthaner, Anton Risch und Alwin Weiß argumentativ unterstützten. Maderthaner verwies darauf, dass ab Solnhofen der Verkehrsverbund Nürnberg greife und die Verbindungen klappen würden. "Viele Dollnsteiner fahren mit dem Auto nach Solnhofen und steigen dort in den Zug ein." Reinhold Bauch, zweiter Bürgermeister aus Wellheim, verwies darauf, dass der Landkreis Eichstätt den ÖPNV nicht unterstütze. "Er gibt lediglich die Fördergelder weiter, die er vom Freistaat bekommt."

Wenn es für dieses Mal auch zu spät sei, so müsste jetzt der entsprechende Druck für die Fahrplanänderung im Jahr 2007 gemacht werden. Eva Gottstein und Willi Schneider versprachen, dieses Thema im Kreistag einzubringen.

Die Orte Dollnstein und Wellheim befänden sich irgendwo im Nirgendwo, wurde von den dortigen Freien Wählern beklagt. Sie gehörten nicht mehr zu Mittelfranken, würden aber auch vom Regierungsbezirk Oberbayern nicht wahrgenommen. "Oberbayern beginnt erst in Ingolstadt." Das Problem der schlechten Verkehrsanbindung ist nicht untypisch für den Ländlichen Raum. Als Folge davon wandern Bürger ab, junge Familien siedeln sich nicht an und Orte überaltern. Winter sprach auch das Thema Internet an. Wenn ein Gewerbegebiet nicht über einen DSLAnschluss verfüge, würde sich kaum eine Firma dort ansiedeln. Damit fehlten Arbeitsplätze gerade für gut ausgebildete Leute, die sich anderweitig orientierten. Auf das Höfesterben ging Willi Schneider ein. Die kleinflächige Landwirtschaft werde von der Politik im Stich, gelassen und in den Ortskernen stelle sich irgendwann die Frage, was mit den Scheunen und den großen Hofflächen geschehen solle. Der Bürgermeister beklagte ferner, dass dem Ländlichen Raum vieles weggenommen werde, was ihn eigentlich stütze, etwa die Schulen.

Wo denn die Konzepte der Freien Wähler seien, wollte Anton Risch wissen. Es gebe keine Patentrezepte, antwortete Winter, doch hätten die Freien Wähler die Probleme erkannt und seien damit schon weiter als manch andere. Abende wie diese dienten auch dazu, sich auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln.