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FREIE WÄHLER im Landkreis Eichstätt

Anton Haunsberger
Kreisvorsitzender

Herzog-Ludwig-Straße 5
85110 Kipfenberg

Email: info@fw-landkreis-eichstaett.de


FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag

Eva Gottstein
Mitglied des Bayerischen Landtags

Pfahlstraße 14
85072 Eichstätt

Email: buero@eva-gottstein.de


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10. Mai 2006

Freie Wähler nehmen Weichenstellungen vor

Von links: Else Gressmann, Anton Bauer, Anton Haunsberger, Bürgermeister Willi Schneider, Martin Lackner, Marion Schiller, Bürgermeister und Ehrenvorsitzender Horst Volkmer, Bürgermeister Peter Doliwa, Manfred Bauer und Anton Risch

Anton Haunsberger löst Horst Volkmer als Kreisvorsitzender ab / Wahljahr 2008 bereits ins Visier genommen.

Denkendorf (baj) Die Freien und Unabhängigen Wähler (FUW) im Landkreis Eichstätt haben am Montag Mut und gestalterische Kraft bewiesen. Sie nahmen bereits mit Blick auf das Wahljahr 2008 an diesem Abend in Denkendorf zwei entscheidende Weichenstellungen vor. Zunächst trennten sie sich von ihrem hergebrachten Namen und nennen sich künftig Freie Wähler (FW) im Landkreis Eichstätt. Was auf den ersten Blick recht belanglos aussieht, hat gleichwohl viel mit Identität zu tun, denn „wir sind unter dem Begriff FUW groß geworden“, war sich Kreisvorsitzender Horst Volkmer bewusst. Aber der Kreisverband sei immer wieder vom Landes- und Bezirksverband zur Namensänderung aufgefordert worden, damit alle „Freien“ unter dem selben Schild firmieren. Daher gab es weder Diskussionen noch Gegenstimmen. Lediglich Kassier Erwin Schmauß zeigte sich - wie er bemerkte - konservativ und enthielt sich der Stimme. Auf die einzelnen Ortsverbände hat die Namensänderung zunächst keine Auswirkungen. „Wir werden’ s empfehlen, aber wir können niemanden zwingen und in manchen Fällen wäre es auch nicht sinnvoll“, sagte Volkmer. In seinem Heimatort beispielsweise gibt es FW und UW.

Mit der Namensänderung nahm der Kreisverband auch einen grundlegenden Generationswechsel im Vorstand vor. Nachdem Volkmer dem Kreisverband seit seiner Gründung 1990 fast 16 Jahre ununterbrochen geleitet hatte, stellte er sich nicht mehr zur Wahl. Alter und Gesundheit machten ihm zu schaffen, bekannte der 65-jährige Großmehringer Bürgermeister. „Außerdem muss ein Neuer her mit neuen Ideen. Ich hab’ immer versucht, mein Bestes zu geben, aber sehen Sie ein, es geht nicht mehr.“ Außerdem sei er als Gemeindechef und Kreisrat automatisch Teil des Vorstandes, bleibe Sprecher der Kreistagsfraktion und damit den Freien Wählern erhalten. Die rund 50 Anwesenden zollten Volkmer für seinen Schritt wie für seine langjährigen Leistungen hohen Respekt.

Sein Nachfolger wurde einstimmig (mit der obligatorischen Enthaltung) Anton Haunsberger aus Kipfenberg. Ihm stehen künftig drei Stellvertreter zur Seite: Willi Schneider, Peter Doliwa und Anton Bauer. Das Amt des Schriftführers übt künftig Martin Lackner aus Stammham aus und Manfred Bauer übernahm von Erwin Schmauß die wohl gefüllte Kasse. Bauer ist für das Amt sozusagen prädestiniert; von Beruf ist er Finanzbeamter. Beisitzer sind Anton Risch aus Dollnstein, Else Greßmann aus Eitensheim und Marion Schiller aus Gaimersheim. Damit wurde dem allgemeinen Wunsch entsprochen, den gesamten Landkreis im Vorstand zu präsentieren. Vor allem Karl Maderthaner aus Dollnstein hatte sich für Kandidaten und „junges Blut“ gerade aus dem westlichen Landkreis stark gemacht. „Der westliche Landkreis stirbt sonst“, befürchtete er.

Alois Oblinger, auch er FUW-Urgestein und bisher stellvertretender Vorsitzender, gehört dem neuen Vorstand aus eigenem Wunsch nicht
mehr an. In kurzen Worten umriss Haunsberger seine Ziele: Die FW
sollten die Themen Familie, Senioren und Heimat besetzen. Ohne die Freien Wähler gäbe es im Landkreis zwei Schulen weniger: das Gymnasium in Beilngries und die Realschule Kösching / Lenting. Die Senioren würden immer wichtiger in unserer Gesellschaft und mit dem Begriff Heimat will Haunsberger nicht nur die Attribute „lebens- und liebenswert“ verknüpfen, sondern sich konkret stark machen in den Bereichen Tourismus, Arbeitsplätze und Gewerbe. „Wir stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten und sind in der Gesellschaft verwurzelt. Das zeichnet uns aus“, sagte Haunsberger.

Nach der Sommerpause - er müsse bis dahin seine Masterarbeit schaffen - werden die FW beginnen, sich „ins Blickfeld zu rücken“. Für den gebürtigen Eichstätter zählen zunächst die Kommunen und der Landkreis und hier müssten die Freien Wähler Präsenz in der Fläche zeigen. „Dazu brauchen wir unbedingt eure Unterstützung“,  appellierte er an die Anwesenden. Volkmer hatte bereits vorher dafür plädiert, in den Orten, in denen es bisher keine Freien Wähler gibt, verstärkt aktiv zu werden. Als erste Amtshandlung schlug Haunsberger schließlich vor, Horst Volkmer zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, was die Versammlung begeistert und Volkmer gerührt annahm.