Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

FREIE WÄHLER im Landkreis Eichstätt

Anton Haunsberger
Kreisvorsitzender

Herzog-Ludwig-Straße 5
85110 Kipfenberg

Email: info@fw-landkreis-eichstaett.de


FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag

Eva Gottstein
Mitglied des Bayerischen Landtags

Pfahlstraße 14
85072 Eichstätt

Email: buero@eva-gottstein.de


Seiteninhalt

08. November 2006

Befürchtung: "Eichstätt wird abgehängt"

Mit dem Zug vom Eichstätter Bahnhof von und nach München zu fahren - für die Berufspendler ist das eine manchmal sehr lästige Pflicht, vor allem, wenn die Anschlüsse nicht

Der neue Bahn-Fahrplan bereitet Berufspendlern nach München Sorgen

Eichstätt (EK) "Für Eichstätts Pendler bedeutet der neue Fahrplan eine unglaubliche Verschlechterung." Tom Muhr steht mit dieser Befürchtung nicht allein.

Am 12. Dezember tritt der neue Bahn-Fahrplan in Kraft. Die Bahnpendler - vor allem Eichstätter, die in München arbeiten - haben lange auf die Veröffentlichung gewartet: Und so manch einer wandte sich nun voller Sorge an die Redaktion des EICHSTÄTTER KURIER. Tom Muhr ist einer, der namentlich seine Bedenken äußert.

Sein Hauptkritik-Punkt: "Die meisten ICE-Verbundungen ab Ingolstadt-Hauptbahnhof sind mit den herkömmlichen Anschlusszügen aus Eichstätt nicht erreichbar." Zudem seien die bisherigen Verbindungen, vor allem die einigermaßen schnellen Regionalexpresszüge zwischen München und Nürnberg nun über Kinding auf die neu gebaute Trasse umgeleitet, "so dass Eichstätt vollends abgehängt wird".

Muhr rechnet ein konkretes Beispiel vor: Bisher ist er um 7.11 Uhr in Eichstätt-Stadt mit der Regionalbahn und einmaligen Umsteigen um 8.47 Uhr in München Hauptbahnhof angekommen – nach einer Fahrzeit von einer Stunde und 36 Minuten. Künftig fährt er um 7.12 Uhr in Eichstätt-Stadt ab und muss in Eichstätt-Bahnhof und in Ingolstadt umsteigen. Dort muss er jedoch den ICE nehmen – und pro Einzelfahrt acht Euro mehr bezahlen – und kommt dadurch auf eine an sich gute Fahrzeit von eine Stunde 28 Minuten. "Dies bleibt aber auch die einzige Verbindung deren Fahrzeit unter anderthalb Stunden liegt". Der ICE sei zudem in Ingolstadt schon "proppenvoll": "Da zahle ich acht Euro mehr und bekomme wohl kaum mehr einen Sitzplatz." Mit der gewohnten Regionalbahn bliebe ihn noch die Alternative, um 6.44 Uhr in Eichstätt-Stadt abzufahren und nach einmaligen Umsteigen um 8.36 Uhr in München anzukommen. Nach einer Fahrtzeit von einer Stunde und 52 Minuten.

Sein Resümee nach dem Studium des neuen Fahrplans und nach über siebenjähriger Bauzeit mit zahllosen Verspätungen und Beschwernissen auf der Strecke München – Nürnberg: "Für uns wäre es besser gewesen, wenn alles beim Alten geblieben wäre." Denn vorher habe es schnellere Verbindungen von etwas über einer Stunde zwischen Eichstätt und München gegeben. Muhr vermutet gar, es sei "Bahnpolitik", dass die teureren ICE-Züge auch auf kurzen Strecken die schnellste Verbindung sein müssten, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Nötigenfalls würden eben die Regionalexpress- und Regionalbahnverbindungen künstlich verlangsamt.

Das will die Pressesprecherin der Deutschen Bahn, Bianca Walter, natürlich so nicht stehen lassen. Zwar sei es tatsächlich so, dass aufgrund fehlender Gleiskapazitäten für die Eichstätter in Ingolstadt nicht immer ein Anschluss zu den Fernverkehrszügen hergestellt werden könne, "grundsätzlich profitieren aber alle Fahrgäste aus Richtung Eichstätt von kürzeren Reisezeiten – auch im Regionalverkehr". Denn auch wenn es tagsüber nicht immer ICE-Anschlüsse gebe: Der Regional-Express fahre sehr wohl im Wechsel mit der Regionalbahn weiterhin über Eichstätt: Die Stadt werde also wegen des neuen Bahnhofs in Kinding keineswegs "abgehängt".

Walter hat durchaus Verständnis für die Skepsis jener Berufspendler, die tatsächlich wegen der zahlreichen Baustellen und Verspätungen in den letzten Jahren "viel mitgemacht" hätten. Mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans sei aber auch die Zeit der großen Baumaßnahmen vorbei. In einem sind sich die Bahn-Pressesprecherin Walter und der Berufspendler Muhr schließlich einig: Das Auto ist im Dauerstau nach München keine Alternative.