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01. Juni 2006

Ausgehen in Gaimersheim mit "mangelhaft" bewertet

Bürgerinnen und Bürger vergeben Schulnoten bei Umfrage der Freien Wähler.

Gaimersheim (EK) "Mangelhaft" ist nach Meinung von fast 200 Gaimersheimern die Ausgehsituation in der Marktgemeinde. Das war die schlechteste Note, die bei der großen Umfrage der Freien Wähler (FW) im vorigen Jahr ermittelt wurde. Jetzt wurden die Ergebnisse öffentlich präsentiert.

Walter Raml, der die Umfrage ausgewertet und vorgestellt hat, fing bei den Bestnoten an: „Die Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel haben mit der Note 1,8 am besten abgeschnitten, gefolgt vom Angebot an Kindergartenplätzen mit 1,9.“ Mit „gut“ wurde außerdem die Gemeindebibliothek bewertet. Mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ haben die Einwohner vor allem die Fragen nach der Attraktivität des Ortskerns, dem Zustand des Retzbachs, dem Verkehr in der Ortsmitte und den Ausgehmöglichkeiten bewertet. Ebenfalls im unteren Mittelfeld waren die Antworten zur Radwegequalität, dem Kulturangebot und den Veranstaltungsräumen in der Gemeinde. Gefragt wurde außerdem, wie die Bürger denn ihre Anliegen im Gemeinderat vertreten sehen: mit 3,8 gerade mal „ausreichend“. Als Gesamtnote für die Lebensqualität ergab die Auswertung„2minus“.

Hermann Schmidt, Fraktionssprecher der FW im Gemeinderat, stellte anhand von Bildern aus Oberhaunstadt dar, wie eine Renaturierung des Retzbachs aussehen könnte. Bereits 2002 hatten die Freien Wähler zusammen mit einem Vertreter des Wasserwirtschaftsamts einen Gewässernutzungsplan angeregt, damit der Retzbach zu einer grünen Lunge ausgebaut werden könne. FW-Mitglied Renate Roters verglich die Ausgehmöglichkeiten von Gaimersheim, Buxheim, Kösching und Lenting. Bezogen auf die Einwohnerzahl gebe es in Kösching vier Mal so viele Cafés oder Restaurants. Gaimersheim müsse die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Gastronomen ansiedeln und engagieren, forderte Roters. Die Bewertung mit 4,9 in der Umfrage zeige, wie notwendig es sei, hier einzugreifen. Sonst drohe Gaimersheim wirklich zum „Schlafdorf“ Ingolstadts zu werden.

Roters nahm auch die „ausreichende“ Umfragenote für das Kulturangebot auf: Gespräche mit führenden Ingolstädter Kulturverantwortlichen hätten eine starke Bereitschaft ergeben, mit hochkarätigen Konzerten nach Gaimersheim zu kommen. Auch hier sei das Engagement der Gemeinde gefordert. Sie regte zudem an, für das neue Marktmuseum im Winterbaueranwesen einen Förderverein zu gründen. Die Erfahrung anderer Ortsmuseen zeige, dass eine solche Institution nur lebendig sei, wenn sie durch das private Engagement der Bürger getragen werde. Roters lud zur Gründungsversammlung am heutigen Donnerstag um 20 Uhr ins Gasthaus Ledl ein. Walter Schwimmer, Gemeinderat und FW-Vorsitzender, ging auf die angespannte Verkehrssituation im Ort ein.

Ein Brennpunkt sei anhand der Umfrage die Straße durch den Ortskern, auf der auch Lastwagen mit bis zu 50 Stundenkilometern fahren dürften. Gerade für Radfahrer und Fußgänger sei dies ein Problem. Außerdem wirke der intensive Verkehr abschreckend für eine Belebung der an sich attraktiven Ortsmitte. Ein weiteres Problem sei die Parksituation. Gaimersheim habe eine ungewöhnlich hohe Zahl an ungenutzten Parkplätzen und Tiefgaragen. Der historisch wertvolle Rathausplatz werde durch Dauerparker nicht attraktiver, so Schwimmer weiter. Anhand von Filmen stellte er die Gefährdung von Radfahrern durch plötzlich endende Radwege vor: „Wir müssen an die Kinder denken und dringend etwas tun“, appellierte der FW-Vorsitzende.