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10. November 2005

Freie Wähler: "Schädlich für Image der Stadt"

Eichstätt (kno) Der Verzicht von Beate Hueber (CSU) auf die OB-Kandidatur hat in der politischen Landschaft in Eichstätt größtenteils für Überraschung gesorgt. Sorgen um die Eichstätter CSU - "nicht wegen der Partei, sondern wegen der Stadt" - macht sich der Vorsitzende der Freien Wähler (FW), Gerhard Ruf: Es sei schädlich für das Image von Eichstätt, wenn die dominante Partei in solch eine Situation gerate. Ruf rät der CSU-Spitze, ihre Probleme schnellstens zu lösen.

Ansonsten fühlten sich die Freien Wähler "voll bestätigt", was Huebers Einlassungen zum Spital-Neubau angeht. Auch die FW forderten, dass das Projekt noch einmal überdacht wird. Die Eile, die die Stiftung jetzt bei Ausschreibung und Vergabe an den Tag lege, "befremdet" angesichts der finanziellen Situation. Dass die Freien Wähler möglicherweise Beate Hueber eine Plattform für eine OB-Kandidatur anböten, wäre "theoretisch denkbar", meinte Ruf. Man werde versuchen, zumindest das Gespräch mit Hueber zu suchen.

"Geschockt" zeigte sich Manuela Knipp-Dengler (Grüne) von der Entscheidung Beate Huebers. Sie habe sich aber schon gefragt, ob sich Hueber vorher auch gut genug überlegt habe, auf was sie sich da einlasse. Auf solch eine Art und Weise bloß gestellt zu werden (Schmidramsl-Auftritt bei der Bürgerversammlung), sei "nicht passend gewesen". Die Situation bezeichnet die Stadträtin als "großes Desaster": "Und wer macht’s jetzt?" Bei der CSU wäre nun jeder andere Kandidat "nur noch zweite Wahl". Es sei deshalb ernsthaft zu überlegen, ob sich die kleinen Fraktionen zusammen tun und doch noch einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, meinte Knipp-Dengler.

Auch in CSU-Kreisen zeigte man sich überrascht von Huebers Schritt: Er habe bis zum Mittwochabend "überhaupt keine Ahnung" davon gehabt, sagte Stadtrat Horst Bacherle. In den nächsten Tagen würde wohl innerhalb der Partei "Tacheles" geredet werden. Bacherle ist der Meinung, die CSU solle dennoch einen OB-Kandidaten aufstellen. Die Freundschaftsbezeugung Schmidramsls für OB Neumeyer fand er "etwas unglücklich".

Als "respektable Kandidatin" bezeichnete Peter Schöpfel (CSU) Beate Hueber. Deshalb bedauere er ihren Abgang. Sie habe aber ihre Ansichten nicht ganz verwirklichen können, vermutet der Stadtrat. Gerade beim Thema Spital-Neubau habe es "inhaltliche Unterschiede" zur Parteilinie gegeben. Huebers Kritik an der örtlichen CSU-Führung hält Schöpfel für "ein wenig überzogen". Für die CSU wäre es wünschenswert, nach einem Ersatzkandidaten zu suchen, in der jetzigen Lage sei es aber schwierig, überhaupt einen zu finden.

Der Rückzug Huebers sei eine Sache der CSU, ließ SPD-Fraktionschefin Annemarie Gärtner unsere Zeitung wissen: "Das ändert nichts an unserer Strategie." Der Wahlkampf laufe weiter wie geplant. Das Auftreten von Schmidramsl bezeichnete sie als "ganz normale Reaktion". Schmidramsl und Neumeyer seien schließlich seit Jahrzehnten bestens befreundet.