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27. Dezember 2002

Freie Wähler streben zehn Sitze im Kreistag an

Wahlkampfauftakt in Eitensheim / "Wollen CSU-Mehrheit nicht brechen" / Für Realschule Lenting-Kösching.

Eitensheim (kno) Ihr Licht unter den Scheffel stellen tun sie ganz gewiss nicht, die Freien und Unabhängigen Wähler (FUW) im Landkreis Eichstätt: Mit zünftiger Blechmusik bliesen sie nun zum Wahlkampfauftakt im Eitensheimer Schützenhaus. Das Ziel gab FUW-Kreisvorsitzender Horst Volkmer vor: Zehn Sitze wollen die Freien Wähler im Kreistag erringen, das wären zwei mehr als in der aktuellen Sitzungsperiode. Rund 17 Prozent der Wählerstimmen müsste die Gruppierung demnach am 3. März auf sich vereinigen, bei der letzten Wahl vor sechs Jahren waren es 13,1 Prozent. Legt man das Ergebnis von 1990 zugrunde, als die FUW zum ersten Mal angetreten waren (8,1 Prozent), erscheint die neue Messlatte durchaus logisch.

Volkmers Optimismus begründet sich unter anderem darauf, dass die FUW mit neun bereits fast ein Drittel der 30 Bürgermeister im Landkreis stellen. "Zehn oder elf" sollten es dann nach der Kommunalwahl sein. Allerdings überraschte die folgende Aussage Volkmers etwas: "Wir wollen die absolute Mehrheit der CSU nicht brechen." Er fügte aber gleich an, dass 1990 noch 43 CSU-Mandatsträger im Kreistag gewesen seien, jetzt seien es nur mehr 32." Wir sind keine Partei, auch wenn uns das einige weismachen wollen", hob Volkmer die Unabhängigkeit der Gruppierung hervor. "Sachverstand statt Parteiideologie" sei Trumpf. Die örtlichen Parteivertreter wurden freilich nicht geschont: Jetzt im Wahlkampf tauchten sie überall auf, kritisierte der FUW-Vorsitzende: "Plötzlich sprechen die mit Firmen, was sie sechs Jahre lang nicht getan haben." Volkmer musste den etablierten Parteien allerdings ein besseres Marketing zugestehen.

"Hauptinitiator" für das Beilngrieser Gymnasium seien die Freien Wähler gewesen, aber feiern ließe sich nur die CSU. Ähnlich sei der Fall bei der gewünschten Realschule im Südosten des Landkreises gelagert. Was habe das für ein "Theater" gegeben, als die FUW vor Jahren erstmals mit diesem Ansinnen im Kreistag vorgeprescht seien, es sei regelrecht "abgeblockt" worden. Nun aber wollten alle diese Schule, nur der Standort sei eben umstritten. Die FUW wollen weiterhin für Lenting-Kösching kämpfen, wenn auch nicht mit viel Optimismus, kündigte Volkmer an, Gaimersheim hält er für die schlechtere Variante. Die jüngste knappe Abstimmung im Kreistag (wir berichteten) sei eine "Niederlage für Lenting-Kösching" gewesen. Vor allem die Stimmen der Eichstätter CSU-Kreisräte für Gaimersheim habe bei ihm Kopfschütteln ausgelöst: "Da verstehe ich die Welt nicht mehr." Schließlich sei der Standort Gaimersheim eine wesentliche größere Konkurrenz für die beiden Eichstätter Realschulen als Lenting-Kösching.

Stärkung der Hauptschulen, Förderung der offenen Jugendarbeit, Trinkwasserschutz, Reglementierung bei Mobilfunkanlagen, zügigerer Ausbau des Interparks oder der Bau von Umgehungsstraßen - das sind weitere Eckpunkte im FUW-Wahlprogramm. Das Thema Klärschlammentsorgung sei ebenfalls ein wichtiges, fügte Volkmer an, ebenso wie der Erhalt der Landratsamtdienststelle in Ingolstadt, wo die FUW einen "schleichenden Abbau" befürchten.

"Alles andere als fair" findet der Großmehringer Bürgermeister die jetzt angekündigte Senkung der Kreisumlage: "Das ist das Geld, das man den Gemeinden zuvor zu viel abgenommen hat", vermutet Volkmer ein wahltaktisches Manöver aus dem Landratsamt. Dennoch - einen eigenen Landratskandidaten hätten die FUW deshalb nicht aufgestellt, weil man "kein großes Problem" mit dem amtierenden Landrat habe. Bei der übernächsten Wahl im Jahr 2008 seien die Chancen "viel größer", weil Bittl da nicht mehr antrete.