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22. Februar 2008 Stichwahl in Gaimersheim

Am Dorfladen scheiden sich die Geister

Die vier Gaimersheimer Bürgermeisterkandidaten (von links) Walter Schwimmer (FW), Andrea Mickel (SPD), Anton Meyer (CSU) und Otto Hauf (FDP/Parteifreie Bürger) versuchten in einer Podiumsdiskussion, rund 600 Gäste von ihren Argumenten zu überzeugen. - Foto: Benz

Gaimersheim (DK) Kommt es zu einer Stichwahl in Gaimersheim, so wissen die vier Bürgermeisterkandidaten wen sie unterstützen wollen: Walter Schwimmer von den Freien Wählern (FW) entschied sich für Andrea Mickel (SPD), und sie wiederum würde für Schwimmer eine Empfehlung aussprechen.

"Das entscheiden wir erst nach der Wahl", sagten hingegen Anton Meyer (CSU) und Otto Hauf (FDP/Parteifreie Bürger) bei einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend in Gaimersheim. "Was aber machen wir, wenn wir beide vor der Stichwahl stehen", fragte Andrea Mickel den FW-Bewerber. Diese Bemerkung löste unter den rund 600 Gästen im Gasthof Ledl Schmunzeln aus.

Neben solch amüsanten Momenten ging es bei der Podiumsdiskussion mit den vier Bürgermeisterkandidaten aber in erster Linie darum, die Wähler von den Programmen der einzelnen Parteien zu überzeugen. Anton Meyer betonte: "Das Erreichte wollen wir erhalten, denn in den vergangenen 24 Jahren hat sich viel getan." Unter anderem seien neue Gewerbegebiete entstanden, zwei neue Kindergärten und ein Feuerwehrhaus gebaut sowie die Grund- und Hauptschule saniert worden. Künftig wolle die CSU Gaimersheim die Errichtung eines Gymnasiums unterstützen, den Verkehr durch den Bau von Umgehungsstraßen entlasten und das Caritas-Altenheim St. Elisabeth vergrößern. "Diese neuen Aufgaben wollen wir bewältigen, aber immer im Hinblick auf geordnete Finanzen", stellte Meyer fest Das heiße, die Investitionen sollen aus eigenen Rücklagen getragen werden.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Finanzen sei für sie nicht minder wichtig, unterstrich SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Mickel und befand: "Die Wahlprogramme der einzelnen Parteien sind ähnlich." Doch nur mit ihr sei ein Generationswechsel möglich, denn sie sei die jüngste Kandidatin, sagte Mickel, die seit zwölf Jahren im Gemeinderat sitzt. Sie fordere längere Betreuungszeiten im Kindergarten und zusätzlich die Betreuung in den Ferien. Außerdem sei für sie die Belebung des Ortes wichtig, etwa durch ein dreitägiges Bürgerfest oder einen Christkindlmarkt. Dem letzten Punkt stimme CSU-Kollege Meyer zu, aber: "Die Gemeinde kann nur die Rahmenbedingungen schaffen, es muss auch eine Initiative von den Bürgern ausgehen."

Ortskern beleben

Die Belebung des Ortskerns ist auch für Walter Schwimmer ein wichtiges Thema, wie er ausführte. Der FW-Kandidat wünscht sich ein reichhaltiges Kulturprogramm mit Kino- und Literaturtagen. Otto Hauf plädierte dafür, Geschäfte in den Ortskern zu bekommen. "Wir müssen versuchen, von der Schlafstadt wegzukommen", so der Bewerber von FDP/Parteifreie Bürger. Hier hakte Meyer ein: "Wenn Gaimersheim so eine Schlafstadt wäre, dann würden nicht so viele Bürger zu uns ziehen."

Nach Auszügen aus dem Wahlprogramm der Parteien hatten die Besucher das Wort. Eine Frage drehte sich um die bessere Versorgung der Lippertshofener. "Wir haben die Initiative ‚Dorfladen Lippertshofen’ gestartet und besuchen verschiedene Dorfläden in anderen Orten, die gut laufen", informierte Hauf. Auch wenn es Modelle gebe, die erfolgreich seien, so schränkte er ein: "Der Dorfladen steht und fällt mit der Bereitschaft der Bürger."

Für Walter Schwimmer wäre ein Markt an einem oder mehreren Tagen in der Woche ein Anfang – und wenn das gut gehe, könne er sich einen Dorfladen vorstellen. Andrea Mickel zweifelte, ob ein Dorfladen funktioniere. Sie glaube, dass eine Bäckerfiliale möglich sein könnte, die "auch Dinge des täglichen Bedarfs" abdecke.

Zum Schluss fand sogar noch jeder Kandidat lobende Worte über die Mitbewerber: "Hauf ist mit mir im Gesangsverein, das verbindet", sagte Anton Meyer. Für Mickel sei Otto Hauf der fleißigste "Plakatierer", und der meinte: "Andrea Mickel sorgt für Jugend und Frische in dieser sonst so alten Herrenrunde."

 

Von Marion Benz