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Unter der Internetadresse www.gymnasium-gaimersheim.de finden Sie künftig alle wichtigen Informationen über das Gymnasium Gaimersheim. Wir bitten um freundliche Beachtung!


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Die Landtagsfraktion der Freien Wähler Bayern ist nun in Zukunft unter www.fw-landtag.de zu erreichen.


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Abstimmung über den Bau eines neuen Gymnasiums

Einstimmig fürs Gymnasium

Eichstätt (EK) "Äußerst erfreut" war Landrat Xaver Bittl gestern Nachmittag nach Sitzungsende: Denn der Kreisausschuss hat dem von ihm und Ingolstadts OB Alfred Lehmann gemeinsamen Vorstoß, ein neues Gymnasium in der Gemarkung Gaimersheim zu bauen, einstimmig zugestimmt.

Vertreter aller Fraktionen begrüßten das Vorhaben und beauftragten die Verwaltung, alle Erhebungen durchzuführen, die für die weitere Planung eines Gymnasialstandortes erforderlich sind. Vorbereitet werden sollen auch die Gründung eines Zweckverbandes zur Errichtung eines Gymnasiums an einem "gemeinsam festgelegten geeigneten Standort auf Landkreisgebiet sowie der von Eichstätt und Ingolstadt gemeinsame Antrag beim Kultusministerium für die Aufnahme in den Schulentwicklungsplan. "Die Zeit drängt", meinte der Landrat, der als Ziel für die Aufnahme des Schulbetriebs das Schuljahr 2010/2011 nannte. Dann sollen die ersten Jahrgänge in der vierzügig angelegten Schule mit neusprachlichem und mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig den Unterricht aufnehmen.

Vor der Abstimmung hatte Bittl die Notwendigkeit eines Neubaus erläutert. Demnach wächst die Region Ingolstadt vor allem durch die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, durch die Luft- und Raumfahrtindustrie (EADS), die Güterverteilzentren und die Hochschulen und Fachhochschulen. Benötigt würden, um diese Wachstumsmotoren nicht ins Stottern zu bringen, hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Deshalb seien die Kommunen gefordert, den Ausbau des Angebots an weiterführenden Schulen zu forcieren. Und auch die Zahlen der Gymnasialschüler aus dem südlichen Landkreis stiegen nach wie vor, so Bittl. So besuchten seinen Angaben zufolge zum 1. Oktober 2006 1571 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Gymnasien in Ingolstadt, wofür der Landkreis heuer 909 300 Euro an Gastschulbeiträgen entrichtete. Da auch die Ingolstädter Schulen aus den Nähten platzten, und die Verantwortlichen dort sich ebenfalls mit Ausbau- beziehungsweise Neubauplänen beschäftigten, sei die gemeinsame Lösung wohl am ehesten durchzusetzen.

Denn, so Bittl: "Es wird wohl kaum möglich sein, kumulativ sowohl im Landkreis Eichstätt als auch in Ingolstadt die Genehmigung eines Gymnasiums zu erreichen. Bei alternativen Anträgen – also des Landkreises Eichstätt für einen Standort im Landkreis und der Stadt Ingolstadt für einen Standort in Ingolstadt – besteht wohl die Neigung beziehungsweise die Gefahr, dass dem Antrag des Oberzentrums höheres Gewicht beigemessen wird oder mittelfristig eine Lösung nicht erreicht werden kann". Deshalb sei es Ziel, sich nicht gegenseitig zu blockieren, sondern zusammenzuarbeiten, so Bittl. Der Standort Gaimersheim sei ideal: Geeignete Grundstücke seien bereits in kommunaler Hand, und die Verkehrserschließung am angedachten Standort sei sowohl aus Ingolstädter als auch Eichstätter Sicht optimal.

Befürchtungen, dass bei abnehmenden Schülerzahlen "Leerstände" aufträten oder die Schulen in Eichstätt geschwächt würden, wie sie Wettstettens Bürgermeister Hans Mödl (Freie Wähler) oder Dieter Betz (SPD) äußerten, teilte Bittl nicht. Bei der Übertrittsquote, so der Landrat, sei das Level noch nicht erreicht, und für das Willibald-Gymnasium werde nach einem zusätzlichen attraktiven sprachlichen Zweig gesucht. Die Bemerkung von Peter Schöpfel (CSU), der der Stadt Ingolstadt für deren "Großzügigkeit" in der Zusammenarbeit mit dem Landkreis dankte, veranlasste sowohl Alfred Ostermeier (SPD) als auch den Landrat zur Korrektur: Dies sei für beide Seiten eine "Win-win-Situation", die Zusammenarbeit in beider Interesse. (Weiterer Bericht folgt).

Von Hermann Redl