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Sensationelles Ergebnis der FW in Hitzhofen

FW in Hitzhofen zur EU-Wahl über 18 Prozent

Eichstätter CSU dagegen weiter auf Talfahrt

Von Harald Jung

(Ingolstadt/Eichstätt/Pfaffenhofen) Die Ingolstädter CSU ist zufrieden, die SPD fiel in ein tiefes Loch, FDP und Freie Wähler jubelten am Sonntag dagegen. In den Kreisen Eichstätt und Pfaffenhofen gab es ein ähnlich gutes Ergebnis für die kleineren Parteien, die CSU Eichstätt ist dagegen weiterhin auf Talfahrt.

Bei der Europawahl 1999 gab es in dem über Jahrzehnte traditionell sehr "schwarzen" Landkreis noch 71 Prozent für die Christsozialen, vor fünf Jahren waren es dann nur noch 63,2 Prozent und am Sonntag ging es noch einige Stufen runter bis auf 58,16 Prozent. Und das, obwohl man mit Andrea Albert (Rang 21) eine eigene Kandidatin ins Rennen geschickt hatte. Kreisvorsitzende Tanja Schorer-Dremel war mit dem Gesamtergebnis dennoch zufrieden, wie sie vor den Medien sagte.

8,54 Prozent bekamen die Freien Wähler im Landkreis Eichstätt. Kreisvorsitzender Anton Haunsberger konnte mit seiner Partei in Hitzhofen beinahe sensationelle 18,05 Prozent einfahren. Von solchen Ergebnissen ist die SPD im Kreis Eichstätt meilenweit entfernt. Sie rutschte beinahe in den einstelligen Bereich. Am Ende reichte es nur für 10,28 Prozent. In Titting erlebten die Genossen mit 1,91 ein Desaster, in Nassenfels (3,62) oder Pollenfeld (4,69) sah es kaum besser aus. In Eichstätt selbst kamen die Sozialdemokraten gerade noch über elf Prozent. Ortsvorsitzender Stefan Schierer war maßlos enttäuscht.

Knapp sieben Prozentpunkte gegenüber 2004 büßte die CSU im Landkreis Pfaffenhofen ein. Sie entschied die Wahl mit 55,15 Prozent aber immer noch ganz klar für sich. Das schwächste Ergebnis für die Christsozialen meldete Hettenshausen mit 47,63 Prozent. Für die SPD gab es auch im Kreis Pfaffenhofen ein Debakel. Mit 9,81 Prozent fiel sie auf ein historisches Tief und liegt damit förmlich auf dem politischen Erdboden. Das schlechteste Ergebnis gab es in Hohenwart, wo gerade 3,28 Prozent ihr Kreuz für die "Roten" machten. Mit 6,60 Prozent blieben auch die Freien Wähler im Kreis Pfaffenhofen hinter den Erwartungen. Beobachter glauben, die Vorwürfe gegen den immer noch vom Dienst suspendierten FW-Landrat Josef Schäch könnten Wähler beeinflusst haben. Einiges deutet tatsächlich auf einen "Schäch-Effekt" hin, so die nur 7,68 Prozent für die FW in Schächs Heimatort Wolnzach.