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12. Januar 2008 "Schneider stellt Eichstätt FOS in Aussicht"

Frohe Botschaft des Kultusministers beim Wahlkampfauftakt der CSU

Start vielleicht schon im Herbst.

Eichstätt (EK) Da hatte Siegfried Schneider das geeignete Mitbringsel im Gepäck: Beim Wahlkampfauftakt der Eichstätter CSU am Donnerstagabend in der Krone ließ der bayerische Kultusminister wissen, dass die Domstadt möglicherweise eine Fachoberschule bekommt.

Freilich zunächst im kleinen Stil, konkretisierte Schneider auf Nachfrage des EICHSTÄTTER KURIER. So sei denkbar, dass zwei Klassen des sozialen Zweigs der Ingolstädter  Fachoberschule nach Eichstätt ausgelagert werden. Als Standort käme die Staatliche Berufsschule in der Gemmingenstraße in Betracht. Hier liefen bereits Gespräche mit dem Landkreis, so Schneider weiter.

Auf einen Zeitplan wollte sich der Kultusminister nicht estlegen, jetzt würden zunächst einmal die Zahlen geprüft. Ein Start schon im kommenden Schuljahr 2008/2009, deutete Schneider an, sei nicht auszuschließen. Wie sich die Schule dann weiter entwickle, müsse abgewartet werden. Ein Ausbau auf zwei Zweige mit je zwei Klassen sei jedenfalls das Ziel, so Schneider: "Wenn, dann soll Eichstätt ein eigenständiger FOS-Standort sein."

Zuvor hatte der Kultusministerunter dem Beifall des sichtlich erfreuten Publikums im gut gefüllten Krone-Saal erklärt: "Wir werden in Eichstätt investieren." In den nächsten Wochen wolle er Rückmeldung geben, ob und wann eine Eichstätter FOS auf den Weg gebracht werden könne.

Zum geplanten Gymnasium in Gaimersheim erläuterte der Minister, dass es gut sei, dass der Landkreis mit ihm Boot sitze. Die Entscheidung über die Realisierung werde in den nächsten Monaten fallen.

Als Hauptredner des Wahlkampfauftakts der Eichstätter CSU warb Schneider beim Blick über den Tellerrand hinaus für den Transrapid - eine S-Bahn ginge zu Lasten des öffentlichen Personennahverkehrs - und kündigte ein Programm an, das DSL im ländlichen Raum fördern soll. Sauer reagierte Schneider auf eine Äußerung des SPD-Landratskandidaten Sven John, wonach die Abiturquote im Landkreis Eichstätt bei gerade einmal 9,3 Prozent und damit weit unter dem Bundesschnitt von 23,6 Prozent liege (EK vom 5./6. Januar). John solle zuerst einmal nachdenken, bevor er solche Zahlen in die Welt setze, konterte Schneider. Im Landkreis gebe es mit 32 Prozent genau so viele Übertritte von der Grundschule ins  Gymnasium wie anderswo. Dass die Abiturquote hinterher hinke, liege daran, dass viele Schüler aus dem südöstlichen Landkreis Ingolstädter Gymnasien besuchten. Und da der Schulort zähle, würden diese Abiturienten Ingolstadt zugeschlagen. Die Abiturquote für den Landkreis, so schätzt Schneider, betrage um die 20 Prozent. Über dem Durchschnitt liege der Landkreis mit der Zahl der Realschulabgänger.