Seiteninhalt
Inderwies legt Vorsitz nieder
Peter Heinzlmair führt FW Pfaffenhofen an

- Führt den FW-Ortsverband vorerst kommissarisch: der bisherige Inderwies-Stellvertreter Peter Heinzlmair.
Pfaffenhofen (PK) Seit Montagabend ist Wolfgang Inderwies alle seine Ämter bei den Freien Wählern los: Im Rahmen einer Mitgliederversammlung des FW-Ortsverbandes Pfaffenhofen erklärte der 37-Jährige seinen Rücktritt als Vorsitzender und zugleich seinen Austritt aus dem Ortsverband.
Nach schweren Differenzen mit dem neu gewählten FW-Landrat Josef Schäch (PK berichtete) hatte Inderwies erst vor kurzem öffentlich seine Konsequenzen gezogen und für Aufsehen auf der politischen Bühne gesorgt: Der 37-Jährige, der bisher Sprecher der Freien Wähler im Kreistag war, erklärte seinen Austritt aus der Fraktion und schloss sich der CSU an.
Bei der Zusammenkunft des Ortsverbandes erklärte Wolfgang Inderwies – nach einem vorangegangenen Telefonat mit dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden Peter Heinzl-mair – nun auch "mit sofortiger Wirkung" sein Ausscheiden aus dem Ortsverband, dessen Chef er bislang war. "Mir liegt der FW-Ortsverband Pfaffenhofen sehr am Herzen und ich verlasse euch mit einem merklichen Stück Wehmut", erklärte Inderwies dabei und betonte: "Mir ist sehr daran gelegen, dass mein Abschied von den Freien Wählern des Ortsverbandes nicht als Hinwerfen empfunden wird." Andererseits lasse sich der Ortsvorsitz bei den FW mit der Fraktionszugehörigkeit zur CSU im Kreis natürlich kaum vereinbaren. Dieser Schritt von Wolfgang Inderwies ist auch aus Sicht des FW-Ortsverbandes nur die logische Konsequenz aus dem Zerwürfnis auf Kreisebene, wie stellvertretender Vorsitzender Peter Heinzlmair gegenüber dem PK bestätigte: "Es geht nicht, dass Wolfgang Inderwies auf Kreisebene so pfeift und auf Ortsebene anders."
In der Versammlung habe man seine Entscheidung ohne weitere Diskussion und "ohne die Gründe noch einmal breitzutreten" akzeptiert. Man habe Wolfgang Inderwies für seine Arbeit gedankt und ihn ordentlich verabschiedet, so Peter Heinzlmair.
Und wie geht es nun im FW-Ortsverband weiter? "Für uns ist das kein Beinbruch", betont Peter Heinzlmair gelassen; die Arbeit werde geordnet weiterlaufen. Dabei wird Heinzlmair selbst an vorderster Front stehen: Er übernimmt bis zur turnusgemäßen Neuwahl beim Ortsverband im Jahre 2009 den verwaisten Vorsitz kommissarisch, sein Stellvertreter wird Helmut Stadler sein. Das habe man bei der Versammlung abgesprochen, so Heinzlmair.
Von Manfred Hailer





