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"In die Jahre gekommenes Kurzzeitgedächtnis"

Pfaffenhofen (PK) "Das Thema Inderwies ist für mich schon längst erledigt", sagte der neue Landrat Josef Schäch am Freitag bei seinem Amtsantritt )PK berichtete), für den zur CSU-Fraktion übergetretenen Pfaffenhofener Kreisrat allerdings noch lange nicht. In einer Pressemitteilung an den Pfaffenhofener Kurier, den die Redaktion nachfolgend in Auszügen veröffentlicht, rechnet Wolfgang Inderwies in scharfer Form mit dem neuen Landkreischef und FW-Kreisvorsitzenden ab:

"Wie schön, wenn ein neuer Landrat seine Austragsamtszeit so entspannt beginnen kann, zumal er außer Stande war, sich eine regierungsfähige Mehrheit im Kreistag zu schaffen und deswegen seinen FW-Kollegen Albert Huch wohl noch um den Posten des zweiten Landrats-Stellvertreters gebracht hat. Er wolle nicht nachtarocken im Thema Inderwies, so zitiert der PK den rustikalen Wolnzacher Ex-Bürgermeister. Dass dieser wenige Tage zuvor dem ehemaligen Fraktionssprecher in einem INTV-Interview noch "Minderwertigkeitskomplexe" unterstellt hat, dürfte seinem vermeintlich in die Jahre gekommenen Kurzzeitgedächtnis dabei entschwunden sein.

Und dass im PK-Bericht "Alter führt FW-Fraktion" laut einer offiziellen FW-Presseerklärung sich just dieser Wolfgang Inderwies für eine Kandidatur zum Fraktionssprecher, Stellvertreter und auch Landtagskandidaten nicht zur Verfügung gestellt hat, entspricht übelster Kampagne. Zur objektiven Meinungsbildung diene dem mündigen Landkreisbürger folgende Richtigstellung:

Wolfgang Inderwies wurde am 15. November 2006 auf der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Freien Wähler zum Pressesprecher gewählt und ist in dieser Funktion immer noch im Amt. Seit der Stichwahl von Josef Schäch zum Landrat wurde Wolfgang Inderwies beim Verfassen von Pressemitteilungen nicht mehr eingebunden, geschweige denn darüber informiert.

Wolfgang Inderwies wurde nach den Kommunalwahlen 2002 einstimmig von der FW-Kreistagsfraktion zum Fraktionssprecher gewählt. Wolfgang Inderwies hat mehrfach deutlich seine Intention geäußert, dieses Amt auch in der gerade angelaufenen Legislaturperiode fortführen zu wollen und auch im Herbst 2008 als Landtagsdirektkandidat der Freien Wähler zu fungieren. Exemplarisch seien hier ein Sechs-Augen Gespräch mit dem Kreisvorsitzenden Josef Schäch und dem Vorsitzenden der Kreiswahlgruppe Max Hechinger im Nachgang der Kreistagssitzung am 22. Oktober 2007 und die Kreistagsfraktionssitzung mit allen FW-Kreisräten am 2. April 2008 genannt.

Wolfgang Inderwies hatte gegenüber Josef Schäch mehrfach sein Interesse bekundet, an den laufenden Koalitionsverhandlungen teilzunehmen oder zumindest zeitnah über die Inhalte informiert zu werden. Schäch ließ seinen amtierenden Fraktionssprecher lediglich an einer ersten Unterredung mit der CSU am 5. April 2008 teilnehmen. Des weiteren informierte Josef Schäch seinen amtierenden Fraktionssprecher auch auf mehrfache telefonische Nachfrage nicht über die laufenden Koalitionsverhandlungen.

Die Wahl des jetzigen FW-Fraktionssprechers Josef Alter fand im Rahmen einer von Josef Schäch einberufenen FW-Fraktionssitzung am 19. April statt. Josef Schäch wurde im Vorfeld dieser Sitzung von Wolfgang Inderwies telefonisch darauf angesprochen, das eigentlich dem Fraktionssprecher die Einberufung einer Fraktionssitzung obliege, dass er selbst (Inderwies) an diesem Tag beruflich verhindert sei und ihm sehr viel an einer persönlichen Teilnahme liege. Josef Schäch hat die Sitzung dennoch abgehalten und seinem Fraktionssprecher Inderwies empfohlen, sich doch in Abwesenheit als Gegenkandidat zu Josef Alter zur Wahl zu stellen. Ein Wunder, wenn dieser dann darauf verzichtet

Ich wünsche den Mitarbeitern und politischen Mitstreitern des neuen Landrates, dass sie in den kommenden sechs Jahren vom Phänomen des Mobbings verschont bleiben – dann trage ich meine vermeintlichen Minderwertigkeitskomplexe mit Stolz".

 

Pfaffenhofener Kurier