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Anton Westner wird Landrats-Vize
Pfaffenhofen (PK) Seinen Amtseid legte gestern der neue Landrat Josef Schäch (FW) bei der konstituierenden Sitzung des Pfaffenhofener Kreistags ab. Als sein Stellvertreter wurde Anton Westner (CSU) gewählt, ehemaliger Bürgermeister von Reichertshofen. 3. Landrat wurde Franz Rothmeier (SPD).
Als ältestes Mitglied des Kreistags übernahm Erich Deml die Eröffnung der ersten Kreistagssitzung der neuen Amtsperiode im Casino der Sparkasse Pfaffenhofen. Der ehemalige 2. Landrat wünschte dem neuen Landrat Josef Schäch (FW) sowie allen Mitgliedern des Kreistags "Kraft, Mut, eine glückliche Hand und Gottes Segen bei allen Entscheidungen". Dann bat er den neuen Landrat Josef Schäch zur Vereidigung, der darauf die Eidesformel auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Freistaates Bayern sprach.
Anschließend nahm Schäch die Vereidigung der 24 neuen Kreistagsmitglieder vor. Auch die anderen "altgedienten" 36 Kreisräte und alle weiteren Anwesenden erhoben sich dazu feierlich von den Plätzen, als die Politikerinnen und Politiker die Formel gemeinschaftlich nachsprachen. Wichtigste Tagesordnungspunkte neben der Vereidigung waren die Wahlen der beiden Landratsstellvertreter. Wie die CSU-Fraktion bereits im Vorfeld angekündigt hatte, schlug ihr Sprecher Reinhard Heinrich den bisherigen Bürgermeister von Reichertshofen, Anton Westner, als 2. Landrat vor. Die CSU habe als größte Fraktion den Anspruch auf diesen Posten, so Heinrich. Westner sei als gelernter Verwaltungsfachmann sowie mit seiner langjährigen Erfahrung als Bürgermeister und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses bestens für die Aufgabe geeignet, führte Heinrich zur Begründung aus. Die übrigen Fraktionen und Gruppierungen verzichteten darauf, einen eigenen Kandidaten vorzuschlagen. Bei 61 Stimmberechtigten brachte die geheime Wahl folgendes Ergebnis: Von den 52 gültigen Stimmen entfielen 48 auf den 63-jährigen Anton Westner. Auf jeweils zwei Stimmzetteln stand der Name "Rudi Engelhard" beziehungsweise "Richard Schnell".
Bevor per Akklamation der 3. Landrat bestellt wurde, gab es noch eine Diskussion, ob diese Abstimmung nicht ebenfalls geheim vollzogen werden sollte. Dies forderte AUL-Sprecher Günter Böhm in einem Antrag. Nachdem Wilhelm Weich von der Kommunalaufsicht erläutert hatte, dass die Regeln der Landkreisordnung hier keine geheime Wahl zulassen, zog Böhm den Antrag zurück. Er schlug Roland Dörfler (Grüne) als Kandidat für den 3. Landratsposten vor, dies unterstützte auch der FW-Sprecher Josef Alter. Für die SPD-Fraktion schlug deren Sprecher Martin Schmid den 57-jährigen Franz Rothmeier, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Münchsmünster vor, der sich mit allen 35 Stimmen aus den Reihen von SPD und CSU gegen Dörfler durchsetzte. Für Roland Dörfler stimmten die Kreisräte von FW, AUL, Grünen und FDP.
Landrat Josef Schäch gratulierte anschließend seinen beiden Stellvertretern zu der Wahl, verbunden mit dem Wunsch auf gute Zusammenarbeit und wirkungsvolle "Synergieeffekte". Weitere Tagesordnungspunkte waren die Besetzung der Ausschüsse sowie die Ehrung von Altlandrat Rudi Engelhard (Berichte folgen).
Von Isolde Asbeck





