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Eine Schultüte zum ersten Bürotag

- "Herzlich Willkommen Landrat Roland Weigert: Mit einem großen Plakat am Haupteingang des Landratsamts wurde der neue Landrat Roland Weigert an seinem ersten Arbeitstag im Kreis seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßt. Sie alle wünschten ihm bei dieser Gelegenheit einen guten und erfolgreichen Start in sein neues Amt. - Foto: oh
Schrobenhausen (mpy) Der erste Bürotag des neuen Landrats war zugleich sein zweiter Arbeitstag. Das richtige Büro im Landratsamt fand er auf Anhieb.
"Nein, ich habe mich nicht verlaufen", lachte Landrat Roland Weigert am Freitagnachmittag, dessen neues Büro ein Stockwerk tiefer als sein altes, nämlich nun in der ersten Etage angesiedelt ist. Schon am Eingang war er warmherzig von den ehemaligen Kollegen, die nun seine Mitarbeiter sind, willkommen geheißen worden. "Und Frau Förg hatte für mich eine Schultüte vorbereitet", freute sich der Landrat. Frau Förg, das ist die gute Seele des Hauses, die Chefsekretärin.
Am gestrigen Freitag durfte der Neue gleich einmal kennenlernen, was es heißt, Landrat zu sein: Um fünf vor Acht ging es los, gegen 22 Uhr, hoffte er, werde der Arbeitstag beendet sein, wenn er von der Verabschiedung von Bürgermeister Landsberger heimkehrt. Was sagt die Gattin dazu? "Ein Stück weit ist sie es ja schon von meiner vorherigen Arbeit gewöhnt", sagte Weigert.
Tags zuvor, am Maifeiertag, war Gattin Gabi mit dabei, als Weigert eine kleine Tour durch den Landkreis machte: Ortstermin in Sachen Lärmschutz in Waidhofen, Maibaumaufstellen im Ehekirchen, dann die Maikundgebung in Schrobenhausen, anschließend drei weitere Maifeiern.
Am Freitag war Weigert nicht lange im Büro, das saß er auch schon im Auto auf dem Weg zur Bischof-Sailer-Schule – erstmals mit Chauffeur. Und wie fühlt sich das an? "Angenehm", sagte Weigert; er habe unterwegs in Ruhe einige Telefonate geführt, ohne auf den Straßenverkehr achten zu müssen und sei seine Ansprache – die erste Festrede – noch einmal durchgegangen. "Mann kann sehr effizient Arbeiten", sagte Weigert, "es gibt weniger tote Zeit auf der Straße".
Nach Mittag verbrachte er dann ein wenig Zeit in seinem neuen Büro, das sich seit dem Auszug von Richard Keßler nicht wesentlich verändert hat: "Wir sind beide Jäger, wir mögen natürlich Hölzer", sagte er mit Blick auf die Einrichtung in Buche. Auch die Bibliothek habe sich nicht geändert, ein Brockhaus, ein Jagdgesetzbuch seien noch da – das könne man immer brauchen. Auch die Bilder seien noch dieselben.
"Aber Halt, etwas ist anders", sagte Weigert: Mit PC und Laptop hat die EDV im Landratsbüro Einzug gehalten.
Und hat sich schon etwas in der Wahrnehmung der neuen Aufgabe verändert? "Ja", sagt Weigert, "ich spüre das Gewicht des Amtes durchaus, auch durch die Anrede." Aber daran wird er sich gewiss ganz schnell gewöhnen, der neue Herr Landrat.
Von Mathias Petry





