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Aktuelles

Offene Dienstagsrunde vor jeder Gemeinderatssitzung

um 20.00 Uhr  im Sportheim

Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 11.08.2016 um 19.30 Uhr

Sitzungsplan 2016

 


 

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Jahresmitgliederversammlung 2010

"Man muss die Bürger frühzeitig einbinden"

Bild:

Eitensheim (zm) Der Erwerb des Carlshofs in Eitensheim durch die Gemeinde, bereits seit gut einem halben Jahr unter Dach und Fach, erregt nach wie vor die Gemüter. Das zeigte die Jahresversammlung der Freien Wähler (FW) Eitensheim im Sportheim.

Else Greßmann, Gemeinderatsmitglied und Fraktionssprecherin, erläuterte den 14 anwesenden Mitgliedern in ihrem Bericht aus dem Gemeinderat ihre Bedenken bezüglich des Kaufs des Anwesens. Kern ihrer Kritik waren die unüberschaubaren Kosten für die Sanierung. Die vom Architekten geschätzten Sanierungskosten für das Wohnhaus in Höhe von über 500 000 Euro würden nicht reichen. "Eine Kostenschätzung für den ehemaligen Saustall und die ehemalige Brauerei liegen nicht einmal vor." Es sei ein Fass ohne Boden, warf der erste Vorsitzende Michael Zäch ein. "Erschwerend kommt hinzu, dass keine Städtebau- und Denkmalfördermittel für die Sanierung der Gebäudeteile zu erwarten sind", so Greßmann. "Lediglich zur Gestaltung des Hofes könnten staatliche Gelder fließen."


Gemeinderatsmitglied Reinhard Schober brachte einen weiteren Punkt ein. "Ich habe in der letzten Gemeinderatssitzung angeregt, Bürger und Vereine einzubeziehen. Sie sollten Ideen einbringen, wie die Gebäude des Anwesens genutzt werden könnten." Doch das habe Bürgermeister Michael Stampfer abgelehnt. Entrüstet zeigte sich Greßmann über eine Äußerung des Gemeinderatsmitglieds Erhard Brandl (CSU). "Man soll die Bürger nicht immer fragen, was sie wollen, sondern man soll ihnen verständlich machen, dass sie Leistungen einbringen sollen", zitierte sie ihn.

Nun entstand eine rege Diskussion über die weitere Vorgehensweise seitens der FW. Eine Befragung der Bürger stand im Raum und ein Anwesender meinte: "Wir müssen Position beziehen und nicht den Verdacht aufkommen lassen, dass wir bei dem Klüngel beteiligt waren." Schober entgegnete: "Man muss nach vorne schauen und das Beste daraus machen." Und er beharrte darauf: "Man muss die Bürger frühzeitig einbinden."

Außerdem berichteten Greßmann und Schober über die Baulandpolitik der Verwaltung. "Wir haben nicht mehr allzu viele Gewerbeflächen, aber der Bürgermeister sieht keinen Bedarf, weitere auszuweisen", sagte Schober. "Ja", meinte Greßmann, "die Gemeinde lebte in den vergangenen Jahren hauptsächlich vom Grundstücksverkauf und hatte dadurch Geld für Investitionen." Gerade im Hinblick auf die Kosten, die mit dem Erwerb des Carlshofs auf die Gemeinde zukommen, sei es dringend erforderlich, Gewerbeflächen auszuweisen.

Generell kritisierte Greßmann in Bezug auf die Arbeit im Gemeinderat den fehlenden Informationsfluss: "Es kam immer wieder vor, dass es vor den Sitzungen zu wenig Informationen gab." Des Weiteren habe Stampfer immer seltener zu Fraktionsvorbesprechungen eingeladen. Und das, obwohl Stampfer in der Öffentlichkeit und bei jeder Gelegenheit die gute Zusammenarbeit mit allen Fraktionen betone.

Von Marion Benz