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Offene Dienstagsrunde vor jeder Gemeinderatssitzung

um 20.00 Uhr  im Sportheim

Tagesordnung der Gemeinderatssitzung
am 14.04.2016 um 19.30 Uhr

Sitzungsplan 2016

 


 

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DB-Unterführung bei der Sägewerkstraße

DB-Unterführung bei der Sägewerkstraße

Antrag auf Prüfung und Umsetzung "baulicher" Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates!

Der Gemeinderat war bisher mehrheitlich der Ansicht, dass durch gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer ein "gefahrloses, gemeinsames Miteinander" in der ausgeschilderten Spielstraße - Verbindungsstraße von der Gartenstraße zur Sägewerkstraße mit der Engstelle bei der DB-Unterführung - auch in der derzeit vorherrschenden Ausbauform möglich ist.

Die Freien Wähler sind nach wie vor der Überzeugung, dass der bisherige Gesamtverkehr problemlos durch die PKW-taugliche Fuß- und Radwegunterführung bewältigt werden könnte. Diese Meinung stützt sich jedoch auf die kurzen Momentaufnahmen und Eindrücke, die wir selbst als Verkehrsteilnehmer gewinnen konnten und der Annahme, dass alle gegenseitig Rücksicht üben.

Die Praxis hat jedoch gezeigt - und die Geschwindigkeitsmessungen im Umfeld der DB-Unterführung im Zeitraum vom 10.07. bis 14.07.2006 haben dies unterstrichen - dass die gegenseitige Rücksichtnahme bei vielen KFZ-Nutzern, die diesen Streckabschnitt passieren, nicht besonders ausgeprägt ist.

Anders lässt sich, wie wir finden, der nachfolgend dargestellte Auszug aus der zuvor erwähnten Geschwindigkeitsmessung nicht kommentieren.

  • Gesamtes Verkehrsaufkommen im Unterführungsbereich pro Tag: 1.642 Fahrzeuge, davon
  • schneller als 20 km/h - 45% (737)
  • schneller als 25 km/h - 21% (350)
  • schneller als 30 km/h - 6% (93)
  • Spitzengeschwindigkeiten bis 45 km/h

Hinweis: Dieser Streckenabschnitt dürfte im Bereich der Spielstraße mit einer max. zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h (Schrittgeschwindigkeit) befahren werden.

Die vorgenannten Zahlen zeigen sowohl die hohen Geschwindigkeiten vieler Fahrzeuge wie auch das relativ hohe Verkehrsaufkommen im Unterführungsbereich auf.

Auf Grund dieser Ergebnisse ist eine mögliche Gefährdung der schwächsten Verkehrsteilnehmer - der Fußgänger - nicht von der Hand zu weisen.

Bereits in der Sitzung vom 24. Oktober 2006, als dem Gemeinderat zusätzliche - am 1. August von den Freien Wählern geforderte - Informationen zu den Ergebnissen der Geschwindigkeitsmessung mitgeteilt wurden, haben wir darauf hingewiesen, dass dieser Zustand mit den weit überhöhten Geschwindigkeiten der Fahrzeuge sehr besorgniserregend ist und hier ein dringender Handlungsbedarf besteht.

Da in dieser Angelegenheit bisher noch nichts veranlasst wurde, stellen wir folgenden Antrag:

  1. Es ist eine erneute Geschwindigkeitsmessung unter vergleichbaren Bedingungen (Zeit, Witterungsverhältnisse, ...) durchzuführen, um eine zuverlässige Datenbasis als Entscheidungsgrundlage zu erhalten.
  2. Es ist mit den zuständigen Stellen zu prüfen, ob folgender Vorschlag umsetzbar ist: Durch das Anbringen von Schrammborden im Unterführungsbereich sowie beidseitig kurze Anbindungsabschnitte von einigen Metern bei der Zufahrt (siehe beiliegenden Plan) ist für die Fußgänger ein baulich abgegrenzter Bereich zu schaffen, der eine gefahrlose Durchquerung der Unterführung ermöglicht.
  3. Es sind weitere Alternativen auszuarbeiten, die zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit für die Fußgänger im Unterführungsbereich führen, und eine Abwägung hinsichtlich deren Umsetzung vorzunehmen.
  4. Für den unter Punkt 2. genannten Vorschlag (Schrammbord) ist eine Testphase durchzuführen, um Erkenntnisse über deren Auswirkungen zu erhalten. Dazu ist eine provisorische Ausstattung (keine dauerhafte Befestigung) mit Schrammborden ausreichend.
  5. Damit eine schnelle, dauerhafte Umsetzung der besten Maßnahme, wie unter 2. bzw. 3. beschrieben, gewährleistet ist und somit die Verkehrssicherheit für die Fußgänger baldmöglichst optimiert wird, sind die Punkte 1. bis 4. rasch abzuarbeiten und das Ergebnis dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage - noch in der ersten Jahreshälfte 2007 - vorzulegen.

Weitere Erläuterungen zu Nr. 2 (Schrammborde):

Bei einer Spielstraße ist bei der baulichen Ausgestaltung keine Abgrenzung von Fahrbahn und Gehweg vorhanden und somit auch kein bestimmter, zugeordneter Straßenteil für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer erkennbar. Außerdem ist durch ausgewiesene Park- und Grünflächen ein ungehindertes Befahren nicht möglich. Spielstraßen werden i. d. R. in reinen Wohn- / Anliegerstraßen verkehrsrechtlich angeordnet und haben somit nur ein geringes Verkehrsaufkommen.

Die ausgewiesene Spielstraße im Umfeld der DB-Unterführung von der Gartenstraße zur Sägewerkstraße weist mit den beidseitig der Unterführung vorhandenen Gehwegen nicht die vorgenannten Merkmale einer Spielstraße auf. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass ein großer Anteil von Fahrzeuglenkern die Geschwindigkeitsvorgabe ignoriert und somit auch künftig keine wesentliche Besserung zu erzielen ist.

Trotzdem sind wir der Ansicht, dass zur Reduzierung der Geschwindigkeit das Verkehrsschild "Spielstraße" die beste Wirkung zeigt und erhalten bleiben muss.

Da aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens durch bauliche Maßnahmen nicht das Umfeld für eine "echte" Spielstraße geschaffen werden kann, bietet sich unserer Meinung nach nur die Möglichkeit an, mittels gezielter Maßnahmen die Fußgänger besser zu schützen. Dies bedeutet, einen abgegrenzten Bereich für die schwächsten Verkehrsteilnehmer zu schaffen. Da bereits beiderseits der Unterführung Gehwege vorhanden sind, wäre es ausreichend lediglich im Unterführungsbereich mit beidseitigen, kurzen Anbindungsabschnitten einen "Gehweg" zu realisieren - d. h. mit Schrammborden (Länge ca. 35 m) abzugrenzen. Bei einer Gehwegbreite von 1,50 m (incl. Schrammbord) im Unterführungsbereich verbleiben immer noch 3,50 m für die Fahrbahnfläche. Die Folge ist, dass nur noch eine einseitige Befahrung der Unterführung möglich ist. Da der von Norden kommende Fahrzeugverkehr den Unterführungsbereich und den südlichen Straßenabschnitt aufgrund der kurvenreichen Streckenführung nicht weit genug überblicken kann, müsste der von Norden kommende Verkehr bevorrechtigt werden. Der von Süden zufahrende Verkehr hat im Bereich der Einmündung des vom Bahnsteig-Süd kommenden Gehweges eine sehr gute Übersicht im Unterführungsbereich und des nördlichen Straßenabschnittes.

Ein kurzzeitiges Warten vor der Unterführung bei gleichzeitigem Gegenverkehr ist den Fahrzeuglenkern zuzumuten.

Wir bitten den Gemeinderat um Zustimmung unseres Antrages.

Für die FW-Fraktion

 

Gemeinderatssitzung 16.01.2007

14:0 zugestimmt TOP3