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Seniorenpolitik im Landkreis Eichstätt

Seniorenpolitik im Landkreis Eichstätt

 

Menschen werden immer älter und es gibt immer mehr älter Menschen - auch in unserem Landkreis Eichstätt. Mit dieser Entwicklung ändern sich stetig die Anforderungen an die politisch Verantwortlichen im Landkreis und in den Kommunen. Um verantwortungsvoll auf die Veränderungen eingehen zu können, haben die Freien Wähler zu einer Standortbestimmung eingeladen.

 

Zur Veranstaltung Seniorenpolitik im Landkreis Eichstätt konnten der Ortsvorsitzende von Dollnstein  anton Risch und der Kreisvorsitzende der Freien Wähler Anton Haunsberger viele Besucher begrüßen, unter Ihnen Bürgermeister und Gemeinderäte sowie die Landtagsabgeordnete Eva Gottstein.

In ihrem Grußwort gab Gottstein eine Momentaufnahme der Arbeit der Freien Wähler im Landtag. Viel Energie werde aufgewendet, um hausgemachte Probleme aus den Vorjahren aufzuarbeiten und zu lösen. Beispielhaft nannte Sie die Schulpolitik. Hier forderte die Landtagsabgeordnet für die Hauptschule mehr Geldmittel, kleinere Klassen und ein neues praxisbezogenes Schulkonzept.

Bei all Ihrer Arbeit im Landtag, so betonte Gottstein, sei der ständige Kontakt zur Basis wichtig. Deshalb sei sie auch gerne nach Dollnstein gekommen um vor Ort neue Aspekte für die Seniorenpolitik zu erarbeiten.

 

Petra Stiefenhofer stellte zu Beginn der Veranstaltung die Arbeit des Dollnsteiner Helferkreises Menschen helfen Menschen vor. Die rund 30 ehrenamtlichen Helfer sind für alle Menschen in der Gemeinde da, die in irgendeiner Weise Unterstützung brauchen. Die Hilfsangebote umfassen z.B. Babysitterdienst, Hilfen im alltäglichen Leben, Besuchsdienst von alten und kranken Menschen in ihren Wohnungen, im Krankenhaus oder im Altenheim. Der Helferkreis ist fast täglich kostenlos im Einsatz. Rund 60 % der Hilfen werden für ältere Mitmenschen in der Gemeinde geleistet. Damit trägt der Kreis, der eng mit den Krankenpflegediensten zusammenarbeitet, dazu bei, dass hilfsbedürftige Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung selbständig leben können.

 

Siegfries Fries, Leiter des Sachgebiets Sozialwesen im Landratsamt Eichstätt, stellte an den Beginn seiner Ausführungen einige demographische Daten, die die Notwendigkeit einer Seniorenpolitik verdeutlichten.

So sei zwar der Landkreis im Vergleich zu Ingolstadt, zu Oberbayern oder zu Gesamtbayern aktuell ein junger Landkreis aber Hochrechnungen zeigen, dass Altwerden und ältere und alte Menschen mehr und mehr zu einem Hauptthema werden. So steigt in weniger als 20 Jahren z.B. die Zahl der Menschen, die 80 Jahre und älter sind in Dollnstein um rund 87%, in Mörnsheim sogar um ca. 124%. Landkreisweit wird die Zahl dieser Altersgruppe um 50% zunehmen.

Auf Grund dieser Entwicklung und einiger Vorgaben der Bundes- und Landesregierung hat der Kreisrat im Herbst 2008 beschlossen, ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept zu entwickeln. Im Vordergrund des Konzepts stehe die Frage, was muss getan werden, damit die Menschen möglichst lange selbständig in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Dazu laufen aktuell verschiedene Befragungen zur Lebenssituation der Senioren in den Landkreisgemeinden. Im Herbst werden in Workshops die Ergebnisse ausgewertet und Leitlinien und Konzepte entwickelt werden. Auf Basis dieses seniorenpolitischen Gesamtkonzepts, sollen dann die Gemeinden zusammen mit ihren Bürgern eine gemeindespezifische Seniorenpolitik entwickeln.

 

Christian Ponzer, Inhaber eines privaten sozialen Pflegedienstes im Landkreis, stellte in einigen Zahlen die Pflegesituation vor. So sind in Deutschland rund zwei Millionen Menschen pflegebedürftig. Davon werden eine Million Menschen von Ihren Angehörigen, meistens Frauen, zuhause gepflegt. Rund 425.000 Menschen werden durch Pflegedienste im häuslichen Bereich gepflegt und ca. 475.000 Menschen sind in Pflegeheimen untergebracht.

Als pflegebedürftig gilt, wer für mindestens ein halbes Jahr bei normalen Verrichtungen im täglichen Leben, z.B. Waschen oder Essen, Hilfe benötigt. Die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit und die Einstufung in eine Pflegestufe werden auf Antrag durch den medizinischen Dienst vorgenommen. Für die Einstufung kann man auch einen externen Gutachter beauftragen. Die Pflegedienste sind bei der Vermittlung von Kontakten zu solchen Gutachtern behilflich.

Wer als pflegebedürftig anerkannt ist, erhält, je nach Einstufung, Geld aus der Pflegeversicherung. Dabei sind die Sätze für private Pflege, die Pflegeübernahme durch einen Pflegedienst oder bei der stationären Pflege unterschiedlich.

Häufig zu wenig bekannt sei, so Ponzer, dass man private und professionelle Pflege auch kombinieren kann. Bei solchen Kombinationen kann man die Hilfeleistungen unterschiedlich mit der Pflegeversicherung abrechnen.

Wenig bekannt sei auch die sogenannte Verhinderungspflege, bei der ein professioneller Pflegedienst einspringt, wenn die private Pflegeperson durch Urlaub oder Krankheit verhindert ist. Ebenso wird bei der privaten Pflege häufig übersehen, dass die pflegende Person auch Geld für Pflegehilfsmittel beantragen kann.

Ponzer machte abschließend noch auf die Ausbildungssituation in der Altenpflege aufmerksam. Es fehlen immer mehr Fachkräfte. Das liege zum einen sicher an der Bezahlung zum Anderen aber an der fehlenden Anerkennung des Pflegeberufs. Deshalb appellierte Ponzer an die politisch Verantwortlichen, dass mehr unternommen werden müsse, dass das private wie auch das professionelle Engagement für pflegebedürftige Menschen anerkannt werde.

 

Zum Schluss der Veranstaltung lenkte der Kreisvorsitzende der FW Anton Haunsberger seinen Blick auf die bevorstehende Europawahl. Bürgernähe und Bürgerbeteiligung sei auch bei dieser Wahl das tragende Konzept der Freien Wähler. Europa entsteht nicht durch Zentralismus oder praxisfremde Bürokratie. Die Freien Wähler treten bei der Wahl an, weil sich Europa von unten, von den Bürgern aus, entwickeln muss. Dafür bitten sie um die Unterstützung aller Wähler.