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Chronik

Rückblick auf 30 Jahre AFW

Verfasser: Franz Xaver Regler anläßlich der 30-Jahr Feier der AFW am 17. November 2001

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir fällt heute die Ehre zu, einen Rückblick auf 30 Jahre AFW in Dollnstein zu halten. Dabei greife ich auf eigene Erinnerungen zurück, aber auch auf Informationen, die ich von Gemeinderat Dieter Schmitt erhalten habe.

30 Jahre sind eine lange Zeit; einige unserer Vereinsmitglieder sind jünger. Vor 30 Jahren standen so wie jetzt Kommunalwahlen in der durch die Gebietsreform von 1969 größer gewordenen Gemeinde an. Die politische Stimmung war gekennzeichnet durch Unzufriedenheit mit dem Bürgermeister und dem vorwiegend bäuerlich bestimmten Gemeinderat. Ein Beispiel: Zwei Jahre nach der Landschulreform sollte dringend der Bau eines Schulhauses in Angriff genommen werden, um Dollnstein als Schulzentrum für die 7., 8. und 9. Klassen aus Dollnstein, Wellheim, Mörnsheim und Schernfeld zu etablieren. Aber obwohl sogar Landrat Pappenberger immer wieder anschob, geschah nichts.

So entstand eine lose Verbindung von 20 bis 30 Leuten mit dem Ziel, eine Liste für die anstehende Kommunalwahl aufzustellen. Sie sollte "Freie Wähler" (FW) heißen und eine Alternative zum schon bestehenden CSU-nahen "Bürgerblock" bilden. Zur gleichen Zeit war der ehemalige Bürgermeister von Breitenfurt Karl Wagner in seiner Rolle als Ortssprecher ohne Stimmrecht im Gemeinderat so frustriert, dass er sich auf einer Breitenfurter Liste als Bürgermeisterkandidat aufstellen lassen wollte. Dazu war er immer wieder sogar von Dollnsteiner Bürgern gedrängt worden. Er bat mich als ehemaligen Lehrer von Breitenfurt, die konstituierende Versammlung zu leiten. Ich konnte Herrn Wagner davon überzeugen, dass es besser wäre, auf einem Wahlvorschlag zu stehen, der von Bürgern aus allen Ortsteilen unterstützt würde. – Ein Telefonanruf, und die Herren Dieter Schmitt, Ludwig Schwarz und Konrad Liepold von der FW Dollnstein saßen mit im Wohnzimmer von Herrn Wagner. Der Plan für einen Wahlvorschlag war bald geboren. Zustimmung fand auch der Name "Allgemeine Freie Wählergemeinschaft" (AFW).

Und im Januar 1972 fand im Saal des Bayerischen Hofes die Versammlung zur Aufstellung der Kandidaten statt. Es war für mich als Versammlungsleiter nicht allzu schwer, unter den 120 anwesenden Bürgern 24 Kandidaten für den Gemeinderat und Herrn Wagner als Bürgermeisterkandidaten zu gewinnen.

Das Wahlergebnis im Juni 1972 hätte besser nicht sein können: Karl Wagner wurde mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt und mit Matthias Wünsch, Hermann Bauch, Konrad Liepold, Willi Geyer sen., Lieselotte Geißler, Dieter Schmitt und Ludwig Schwarz stellte die AFW 7 von 12 Gemeinderäten, also eine satte Mehrheit. Der neue AFW-Bürgermeister bewältigte bereits in seiner ersten Amtsperiode ein kaum vorstellbar großes Pensum an Aufgaben: Die Turnhalle, Hartplatz und Sportplatz wurden gebaut, Kinderspielplätze in Gemeinschaftsarbeit geschaffen, Wanderwege wurden mit dem eigenen Schieber ausgeschoben, ein Wintersportgelände mit Skilift angelegt, der Friedhof erweitert, der Marktplatz neu gestaltet und Straßen in Dollnstein ausgebaut, Bebauungspläne in Dollnstein, Breitenfurt und Eberswang verwirklicht, das Industriegelände westlich der Bahnlinie Dollnstein-Rennertshofen erschlossen, und und und... Dies alles in ehrenamtlicher Funktion neben seinem Hauptberuf und mit einem Gehalt, das nur einen Bruchteil dessen betrug, was heute der hauptamtliche Bürgermeister verdient. Damals ging der berühmte Ruck durch die Gemeinde. – Nur für das neue Schulhaus war es zu spät, weil der neue Landrat die Mammutschule Eichstätt-Schottenau haben wollte. Das neue Schulhaus durfte Herr Karl Wagner doch noch bauen, nämlich 1986, nachdem er 14 Jahre lang dafür gesorgt hatte, dass es für das alte Schulhaus zu viele Kinder gab, - nein, nicht auf die Weise, wie Sie vielleicht denken – sondern durch Erschließung immer neuer Baugebiete.

Dann kam das Katastrophenjahr 1978 für die AFW: Zwar wurde Karl Wagner ohne Gegenkandidaten wieder gewählt, aber nur 3 AFW-Gemeinderäten gelang der Weg ins Rathaus, nämlich Matthias Wünsch, Dieter Schmitt und Ludwig Schwarz. – Was war passiert? Nun, inzwischen war Obereichstätt eingemeindet worden, und damit auch ein aktiver SPD-Ortsverband. Der politische Gegner der AFW war nicht mehr der "Bürgerblock", sondern Parteilisten der CSU und der SPD. Und weil die Leute es von der Kreistags-, Landtags- und Bundestagswahl her gewöhnt sind, Parteien zu wählen, taten sie es bei der Kommunalwahl eben auch. Vielleicht wollten sie aber auch ein Gegengewicht zum überaus starken Bürgermeister schaffen. Auch werden die Stücke kleiner, wenn der Kuchen durch drei geteilt wird.

Besser lief es wieder im März 1984: Immerhin konnten mit Ludwig Schwarz, Alfons Bittl, Dieter Schmitt und Gertraud Broderix 4 Sitze erobert werden, und auch Karl Wagner wurde wieder ohne Gegenkandidaten zum Bürgermeister gewählt. Für Frau Broderix rückte nach einem Jahr Walter Renn in den Gemeinderat nach.

1990 konnte Karl Wagner wegen Krankheit nicht mehr kandidieren, und einen Ersatz für ihn hatte die AFW nicht. Prompt machte sich das im Wahlergebnis bemerkbar: Nur wieder 3 Sitze für die AFW, und zwar für Karl Maderthaner, Karl-Ernst Wagner und Alfons Bittl. Die Gemeinderäte Schmitt, Schwarz und Renn hatten nicht kandidiert. Bürgermeister wurde für die CSU Hermann Bauch, der sein Amt aber bald aufgab. Sein Nachfolger wurde Konrad Liepold für die SPD.

Bei der Wahl im Jahr 1996 waren für die AFW erfolgreich Karl Maderthaner, Dieter Schmitt und Alfons Bittl. Leider nahm Herr Bittl während der Wahlperiode sein AFW-Mandat mit zur SPD, so dass augenblicklich die AFW nur zwei Gemeinderäte stellt. Vielleicht erklärt diese Minderzahl ihren starken Einsatz im Gemeindeparlament.

Es liegt nun an uns, der AFW im nächsten Jahr auch zahlenmäßig wieder zu mehr Gewicht zu verhelfen. Die Person und das Programm unseres neuen Bürgermeisterkandidaten wird dazu sicher eine große Hilfe sein.

Als Beispiel dafür, wie nicht nur der Bürgermeister, sondern auch rührige AFW-Gemeinderäte entscheidend zum Wohl der Gemeinde beitragen können, folgende Episode aus dem Jahr 1998: Für die Straßenteerung nach Kanalarbeiten in Breitenfurt anerkannte Bürgermeister Liepold eine Forderung des Straßenbauamtes in Höhe von 61000.- DM. Unsere AFW-Gemeinderäte maßen nach, was durchaus nicht ihre Aufgabe gewesen wäre, und schon mußte die Gemeinde nur noch 31.000.- DM bezahlen.

Oder ein anderes Beispiel: Durch Zähigkeit und Verhandlungsgeschick konnten endlich auch der Bürgermeister und die CSU- und SPD-Gemeinderäte davon überzeugt werden, dass der jetzige Standort des Feuerwehrhauses sowohl für die Feuerwehr wie für den Bauhof der bessere Standort ist. Zudem konnte damit der Bahnkörper in seiner ganzen Länge an die Firma Schlagmann verkauft werden. Einnahmen: 150.000.- DM.

Zum Schluss möchte ich als einer der Gründerväter der AFW vor allem unseren Vereinsvorsitzenden, sowie Altbürgermeister und Ehrenvorsitzenden Karl Wagner, dessen verdienstvolles Wirken ich nur für seine erste Amtsperiode beispielhaft dargestellt habe, aber auch allen Gemeinderäten und Gemeinderatskandidaten aus allen 5 Wahlperioden für ihren Einsatz danken. Dank auch allen Mitgliedern des seit 6 Jahren eingetragenen Vereins der AFW für die ständige Unterstützung und Treue. Sie alle haben sich um den Markt Dollnstein verdient gemacht!