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Wahlabend der Freien Wähler Dollnstein

Wahlabend der Freien Wähler Dollnstein am 22.02.08 in Dollnstein.

 

Beim Wahlabend der Freien Wähler stellten der Landratskandidat Anton Haunsberger und der Bürgermeisterkandidat Werner Schneider die Eckpunkte einer zukunftsorientierten Politik vor. Ausgangs- und Zielpunkt ihres politischen Handelns im Landkreis und in der Gemeinde, so betonten beide Politiker, seien die Bürger. 

In seinem Grußwort betonte Willibald Schneider, Bürgermeister von Pollenfeld und Kreisratsmitglied, dass mehr Kreisräte aus dem nordwestlichen Landkreis in den Kreisrat gewählt werden müssten. Nur so werde sichergestellt, dass die Interessen dieses Teils des Landkreises besser vertreten werden. Anschließend stellten sich die Kreistagskandidaten des Nordwestens vor: Willi Schneider, Wolfgang Wechsler, Anton Risch, Werner Schneider, Dr. Alfons Frey, Albrecht Reinbold, Gundekar Pfaller und Friedrich Graf.

Der Landratskandidat Anton Haunsberger nahm den Faden auf und stellte seine Ziele für die Arbeit im Landkreis vor. Schwerpunkte seiner Arbeit sieht der potentielle Landrat in der massiven Unterstützung der Jugend, Familien und Senioren, in einer nachhaltigen Umweltpolitik und der Stärkung der Wirtschaft in der Region.

Bei der Vorstellung der FW-Gemeinderatskandidaten betonte der Bürgermeisterkandidat Werner Schneider die vielfältigen Qualifikationen der Kandidaten. Gemeinsam sei allen Bewerbern der feste Wille, Dollnstein weiterzuentwickeln.

Danach führte Werner Schneider aus, wie eine zukunftsorientierte Kommunalpolitik in Dollnstein aussehen soll. Er stellte zunächst klar, dass der Bürger immer im Mittelpunkt aller kommunalen Entscheidungen stehen muss. Deshalb sei es unbedingt erforderlich, mit den Menschen im Gespräch zu bleiben und die Bürger in die kommunalen Entscheidungen einzubeziehen. So versprach Schneider beispielsweise, dass er nicht nur über Jugendliche sprechen will, sondern dass diese in einem Jugendparlament selbst zu Wort kommen sollen.

Ganz im Sinne der Bürgerorientierung wandte sich der potentielle Bürgermeisterkandidat sozialpolitischen Themen zu. Er machte klar, dass sich die Lebensumstände der Jugendlichen, Familien oder der älteren Menschen immer schneller verändern. Die Gemeinde müsse auf diese Veränderungen reagieren. So könne man z.B. heute nicht mehr so einfach von alten Menschen sprechen, sondern müsse das Alter nach den Lebenssituationen differenzieren. Im Zusammenhang mit dem Altwerden stellte Schneider klar, dass er in Dollnstein altersgerechte Wohnmöglichkeiten schaffen will.

Bürgernahe Politik sei nur möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. So machte Schneider klar, dass es oberstes Ziel sein muss, den Haushalt wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

Dabei sei das Sparen ein Weg. Um aber die Gemeinde handlungsfähig zu erhalten, müssten auch andere Möglichkeiten konsequent genutzt werden. Schneider nannte u.a. verstärkte Überwachung der im Haushalt festgelegten Ausgaben oder die Nutzung von Einsparpotentialen im Bereich Energie. Nicht zuletzt wären durch eine Kooperation mit der privaten Wirtschaft neue Wege der Finanzierung möglich.

Wirtschaftspolitisch will sich der Bürgermeisterkandidat intensiv um die ortsansässigen Unternehmen kümmern. „Wenn es den örtlichen Unternehmen gut geht“, so Schneider, „geht es auch den Menschen gut“. Als zweiten großen Bereich der Dollnsteiner Wirtschaft nannte der Bürgermeisterkandidat den Tourismus. Die Gemeinde müsse endlich durch Taten und Initiativen zeigen, dass ihr der Tourismus am Herzen liegt.

„Wenn der Dialog zwischen Bürger und Gemeinde klappt und die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen sind“, so der Kandidat abschließend, „kann man auch sachpolitisch erfolgreich arbeiten“. Als Schwerpunkte der sachpolitischen Arbeit nannte Schneider die Ortsgestaltung und -belebung, die Verkehrsplanung und den Bereich Wasser und Abwasser.

Nach den spannenden kommunalpolitischen Themen konnten sich die Besucher bei Liedern und Texten der weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Ruaßkuchlmusi entspannen.