Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Herzlich Willkommen

Wir begrüßen Sie auf unserer Homepage, auf der wir Sie über die Arbeit der Freien Wähler Buxheim informieren.

 

Einladung zur Wahlveranstaltung der

FREIE WÄHLER  Buxheim-Tauberfeld

am 7. Februar 2014 um 20 Uhr im Gasthaus Stark in Tauberfeld

und

am 14. Februar 2014 um 20 Uhr im Gasthaus Funk (Peterwirt) in Buxheim

 

Bitte teilen Sie uns Ihre Anregungen, Ihr Lob aber auch Ihre Kritik mit.

Unsere Email-Adresse:
info@fw-buxheim-tauberfeld.de

Seiteninhalt

25. März 2006

Verschuldung erreicht mit 6,3 Millionen Euro Höchststand

Kipfenberg (mme) Der Haushalt der Marktgemeinde Kipfenberg für das laufende Jahr ist unter Dach und Fach. Ohne weitere Diskussion beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung die Haushaltssatzung 2006 mit Haushaltsplan, Finanzplan, Investitionsprogramm und Stellenplan. Vorberaten wurde das Zahlenwerk in den Sitzungen des Haushalts- und Finanzausschusses. Das Haushaltsvolumen der Marktgemeinde liegt in diesem Jahr bei rund 14,45 Millionen Euro und ist damit nahezu gleich hoch gleich wie im vergangenen Jahr.

Der Verwaltungshaushalt steigt um knapp fünf Prozent auf 8,86 Millionen Euro. Damit setzt sich der Trend der steigenden Ausgaben im Verwaltungsbereich, der schon in den Vorjahren zu beobachten war, weiter fort. Auf den Vermögenshaushalt entfallen lediglich noch 5,59 Millionen, ein Rückgang um knapp zehn Prozent zum Vorjahr. Der Schuldenstand betrug am 1. Januar 2006 rund 5,1 Millionen Euro – 1,05 Millionen Euro waren es noch am 1. Januar 2003 – was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 885 Euro (949 Euro im Vorjahr) entspricht. Der landesweite Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt bei 854 Euro.

Werden alle Wünsche der Fraktionen, die im Haushaltsentwurf Berücksichtigung gefunden haben, auch realisiert, so wird die Marktgemeinde Ende des Jahres Schulden in Höhe von gut 6,3 Millionen Euro angehäuft haben. Zum Haushaltsausgleich müssen Kredite in Höhe von 1,5 Millionen Euro zusätzlich aufgenommen werden, die aber laut Finanzplan im Jahr 2006 wieder getilgt werden sollen.

Die Gewerbesteuereinnahmen sind, wie im Vorjahr, mit rund drei Millionen Euro eingeplant. Heuer liegt die Einkommenssteuerbeteiligung bei etwa 1,75 Millionen Euro. Mit rund 1,96 Millionen Euro Einnahmen rechnet die Marktgemeinde bei den Gebühren und Abgaben. Die Schlüsselzuweisungen sinken heuer auf Null. Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt gliedern sich in 1,92 Millionen Kreisumlage, 1,6 Millionen Personalausgaben, 0,6 Millionen Verwaltungs- und Betriebsausgaben, 0,74 Millionen Gewerbesteuerumlage, rund 0,45 Millionen Zuführungen an den Vermögenshaushalt und weitere Kleinpositionen.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt (Volumen: 5.589.200 Euro) gliedern sich auf 30,76 Prozent (1,72 Millionen Euro) Beiträge aus dem Abwasserbereich, 27,17 Prozent (1,52 Millionen) Bauplatzverkäufe, 26,84 Prozent (1,5 Millionen) Kreditneuaufnahme und gut acht Prozent (0,45 Millionen) Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt. Für die Abwasserbeseitigung werden heuer knapp 1,5 Millionen aufgewendet. Für Baugebiete, Straßen und Beleuchtung sind rund 1,45 Millionen, für die Sanierung der Kipfenberger Stromleitungen gut 0,3 Millionen, für die Feuerwehren knapp 0,34 Millionen und zur Darlehenstilgung knapp 0,36 Millionen Euro aufgewandt. Auf eine Vorstellung des mehrere100 Seiten umfassenden Zahlenwerkes verzichtete Bürgermeister Rainer Richter, da der Haushalt im Ausschuss vorberaten worden war.

Der stellvertretende Bürgermeister Anton Fuchs äußerte Bedenken im Bezug auf die eingeplanten Summen für die Erschließung von Baugebieten. "Wir binden unser Kapital in Baugebieten", so Fuchs. Er forderte, dass Erschließungsarbeiten erst dann begonnen werden sollen, wenn mindestens 60 Prozent der gemeindeeigenen Grundstücke im betroffenen Baugebiet verkauft sind. Mehrere Marktgemeinderäte und Bürgermeister Richter äußerten sich dahingehend, dass eine solche Forderung nicht umzusetzen sei. "Wir stehen in direkter Konkurrenz mit anderen Gemeinden", sagte Richter. Seit 2005 gehen die Bevölkerungszahlen in der Marktgemeinde zurück. Nur eine attraktive Gemeinde mit interessanten, preisgünstigen Baugebieten lasse die Bevölkerungszahl nicht weiter stagnieren, so der Tenor. Marktgemeinderat Franz Bauer (SPD) bedankte sich bei Kämmerin Christine Schön für die frühe Ausarbeitung des Haushalts. Er habe jedoch Bauchweh, ob die vorgesehenen Gelder für die notwendigen Straßenreparaturen nach dem harten Winter ausreichen. Marktgemeinderätin Susanne Drebes bat darum, in künftigen Jahren das Zahlenwerk den Gemeinderäten früher als einen Tag vor der beschließenden Sitzung zur Verfügung zu stellen. Abschließend billigte der Marktrat mit einer Gegenstimme die Haushaltssatzung und den Finanzplan sowie das Investitionsprogramm.

Matthias Metzel, 24.03.2006 19:12