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16. März 2006

Nach Aus für Kranplatz in Attenzell herrscht beim Firmenchef der Frust

Eichstätt (kno) Der Aufreger, der den kleinen Ort Attenzell und auch die Gemeinde Kipfenberg fast zweieinhalb Jahre beschäftigt hat, ist vom Tisch: Vergangene Woche hat der Gemeinderat beschlossen, den umstrittenen Kranlagerplatz in Attenzell nicht zuzulassen (wir berichteten). Nun sitzt der Frust bei Antragssteller und Kranverleiher Markus Weidenhiller tief: "So wird in Kipfenberg mit Gewerbetreibenden umgesprungen", verweist er gegenüber unserer Zeitung auf das Auf und Ab bei diesem fast unendlich dauernden Bebauungsplanverfahren.

Etwa ein Dutzend Mal sei das Thema im Gemeinderat behandelt worden, so Weidenhiller, und anfangs schienen die Chancen gut, dass er auf eigenem Gelände in Attenzell diesen Kranlagerplatz errichten darf. Weidenhiller hat 36 Kräne und ist der einzige Kranverleiher im Landkreis Eichstätt. Die vergangenen beiden Winter waren die Kräne auf einer angemieteten Freifläche in Pfahldorf untergebracht.

Nachdem auch die Träger öffentlicher Belange keine Einwände erhoben hätten, waren Markus Weidenhiller und dessen Frau Anita recht frohgemut, hier in Attenzell ihre "Einheit" bilden zu können: "Wir haben unser Wohnhaus hier und unsere Landwirtschaft." Nun sollte auch das "Gewerbe" hinzukommen, eben jener Kranverleih, der drei Voll- und zwei Teilzeitkräfte beschäftigt.

Allerdings hatten die Weidenhillers ihre Rechnung ohne die Attenzeller Bürger und vor allem ohne die hier ansässige Softwarefirma gemacht: Unterschriftenlisten gingen um, und die Firma drohte mit einer Verlagerung ihrer rund 30 Arbeitsplätze, falls dieser "Kranfriedhof" quasi direkt vor ihrer Haustür entstehen sollte.

Weidenhiller hält dagegen und präsentiert einen Plan, in den er bereits eine "ordentliche" fünfstellige Summe gesteckt habe: Demnach wäre das Gelände eingegrünt worden, vor den Fenstern des Softwareunternehmens wäre eine Streuobstwiese entstanden. Dennoch: Die Ankündigung der Krangegner beeindruckte den Gemeinderat offenbar so sehr, dass er jetzt die Reißleine zog.

Und Weidenhiller versteht die Welt nicht mehr: "Bei der allerersten Abstimmung stand es noch 19 zu 1 für uns." Entsprechende Geschütze fährt der Unternehmer nun gegen die Achterbahnfahrt im Gemeinderat auf. Er sei unnötigerweise zu lange hingehalten worden, wirft er den hiesigen Kommunalpolitikern vor: "Einmal vor und einmal zurück." Hätte er gleich von Anfang an klare Signale gegen sein Ansinnen empfangen, hätte er sich Geld und Nerven sparen können, so Weidenhiller.

Wie es nun weiter gehen soll, wissen auch die Weidenhillers nicht: "Wir hängen in der Luft." Zumal die Lagerung in Pfahldorf nur ein Provisorium sei ("Da regt sich kein Mensch drüber auf"). Mit dem vom Gemeinderat vorgeschlagenen Alternativstandort in Biberg kann Weidenhiller nicht viel anfangen: Der liege ungeschützt in der "Pampa", außerdem sei er im Winter mit einem Kran im Schlepptau nur schwer zu erreichen.

Die letzte Konsequenz wäre der Weggang aus Attenzell, der den Weidenhillers offensichtlich im Kopf herumspukt. "So wirst du aus der Ortschaft vertrieben", geben sie zu Protokoll. Die Hoffnung, in Attenzell selbst noch einen Platz für ihre Kräne zu finden, haben sie jedenfalls (fast) schon aufgegeben.

Jürgen Knopp, 16.03.2006 19:12