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am 7. Februar 2014 um 20 Uhr im Gasthaus Stark in Tauberfeld

und

am 14. Februar 2014 um 20 Uhr im Gasthaus Funk (Peterwirt) in Buxheim

 

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14. April 2006

Geplanter Schweinestall erregt die Gemüter in Pfahldorf

Kipfenberg (mme) In Absprache mit Vertretern der Direktion für Ländliche Entwicklung hat der Architekt Elmar Greiner die Umgestaltung des Dorfplatzes Biberg neu geplant, die nun im Kipfenberger Marktgemeinderat vorgestellt wurde. Demnach soll die Straße auf einer Länge von 70 Metern neu hergestellt und einige Meter nach Norden verlegt werden. Gleichzeitig ist ein behindertengerechter Zugang zur Kirche vorgesehen. Die gesamten Baukosten seien auf 100 000 Euro veranschlagt, sagte Bürgermeister Rainer Richter. Die Umsetzung sei für das Jahr 2007 vorgesehen.

Im Gemeindebereich gebe es bedeutend schlechtere Straßen, als die im Biberger Ortskern, die vorrangig herzurichten seien, erklärte Susanne Drebes. Man habe die Kosten schon um gut 60 000 Euro gesenkt, entgegnete der zweite Bürgermeister Anton Fuchs. Die Maßnahme werde mit 50 000 Euro bezuschusst, und damit sei die Neugestaltung realisierbar, so Fuchs. Auch Josef Heinz war der Meinung, dass man einen positiven Beschluss aufgrund der Zuschusslage fassen müsste. Es gehe um die Aufwertung des alten Ortskernes und damit um ein Stück Heimat, für das sich der Aufwand lohne, sagte Anton Haunsberger. Mit 14 zu fünf Stimmen sprach sich der Gemeinderat für die Neugestaltung des Dorfplatzes und Straßenraumes zwischen Kirche und Baumannstadel in Biberg aus.

Josef Regler junior aus Pfahldorf plant den Neubau eines Zuchtschweinestalles mit Güllegrube auf einem seiner landwirtschaftlichen Grundstücke, das südwestlich von Pfahldorf neben der Kreisstraße liegt, die nach Eichstätt führt. Im Stall sollen 144 Sauen, 30 Jungsauen und zwei Eber untergebracht werden. In dem Ferkelstall sind 864 Ferkelplätze vorgesehen. Der Abstand der Anlage zu den nächsten Wohngebäuden beträgt knapp 300 Meter.

Unterschriftenaktion

Vielen Bewohnern von Pfahldorf stinke im wahrsten Sinn des Wortes dieses Bauvorhaben, sagte Richter. In einer Unterschriftenaktion haben sich 168 Einwohner Pfahldorfs gegen den Standort gewandt. Vorgeschlagen wurde von Pfahldorfern ein Standort nordöstlich von Pfahldorf in der Nähe eines dort bereits bestehenden Schweinestalles. Allerdings habe der Bauherr dort keine Grundstücksflächen, so Richter. Da Schweineställe im Außenbereich für Landwirte privilegierte Bauvorhaben seien, habe die Gemeinde keine Möglichkeit, das Projekt zu verhindern, sagte Bürgermeister Richter. Die Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens müsste, wenn die immissionsschutzrechtlichen Voraussetzungen eingehalten sind, von der Genehmigungsbehörde aufgehoben werden.

Somit bleibe der Gemeinde nur die Möglichkeit, auf einen anderen Standort hinzuwirken. Zumindest sollte erreicht werden, dass der Abstand zur Bebauung vergrößert werde. Es wäre möglich, so Richter, den Gebäudekomplex um etwa 130 Meter weiter nach Südosten zu verschieben. Allerdings wäre dies für den Bauherrn mit höheren Kosten für Strom- und Wasserleitung verbunden.

Der Marktgemeinderat müsse ein deutliches Signal aussenden, dass er mit dem gewählten Standort nicht einverstanden ist, betonte Anton Haunsberger. Er wolle keinen Ärger mit der gesamten Ortschaft, erklärte der Bauwerber. Dennoch müsse ihm die Möglichkeit gegeben werden, seinen Betrieb rentabel zu führen. Er habe alle Rahmenbedingungen für das Bauvorhaben mit den Behörden abgeklärt und einen doppelt so großen Abstand zur Ortschaft vorgesehen, wie vorgeschrieben, erklärte der Bauwerber. Die Landwirtschaft sei seine Existenz und er habe keinen alternativen Standort.

Eine große Abordnung Pfahldorfer Bürger, die bei der Sitzung anwesend war, appellierte an den Bauwerber, doch noch einen anderen Standort zu suchen. Um den Frieden innerhalb des Ortes nicht zu gefährden, müsse man gemeinsam nach Alternativen suchen, sagte Pfahldorfs Ortssprecher Willi Krieglmeier. Diese Ansicht vertrat auch Haunsberger. Mit drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, dem Bauvorhaben am vorgesehenen Standort nicht das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Matthias Metzel, 14.04.2006 19:12